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teaching life

Montag, 15. Januar 2007

Die Macht der Selbstsuggestion

Wer mich persönlich kennt weiß, wie gerne ich große Sprüche klopfe. Doch wie es mit Sprücheklopfern so ist, ist meist nicht viel dahinter.

Zur Erinnerung: Ich studiere das Hauptschullehramt im voraussichtlich vorletzten Semester. Mittlerweile hatte ich schon zwei zweiwöche Praktikas an einer für Lehramtsstudenen wohl härtesten Schule in unseres Bundeslandes. Die Disziplin war unter jeder Sau und jeder Tag kam mir wie Krieg vor.
Mir viel auf, dass es Lehrer gibt, die einfach in eine Klasse reinmarschieren und es kehrt augenblicklich Ruhe ein. Bei anderen herrscht in der selben Klasse ein Durcheinander und Gramurium wildester Art.
Wie ist das möglich? Beide Lehrer regierten nicht mit einer Schreckensherrschaft, beide waren nett und freundlich zu den Schülern und beide hatten einen ähnlichen Unterrichtsstil. Wo also lag der Unterschied bei den bieden, der die Schüler so unterschiedlich reagieren ließ?

Der Schlüßel zur Antwort lautet Suggestion!
Lehrer eins fühlt sich stark und der Situation der Klasse gewachsen.
Lehrer zwei empfindet die Schüler als übermächtige Monster und sich selbst als schwach und klein.

Beide Lehrer tun nichts anderes als sich zu suggerieren, dass sie entweder sehr stark oder eben sehr schwach sind. Die Schüler reagieren auf das daraus resulierende Verhalten.

Die letzten Wochen habe ich mich mal wieder intensieer mit Autogenem Training auseinander gesetzt. Ich praktiziere diese Methode schon seit der Matura um Stress besser bewältigen zu können und um mich innerhalb kurzer Zeit zu regenerieren.

Aber das Autogene Training kann ja noch viel mehr: Unter anderem ist es durch diese Methode der leichten Selbsthypnose möglich, sich in seinem Unterbewussten Sätze und Phrasen einzupflanzen, die in Gewissen Situationen, in diesem Fall in Unterrichtssituationen, einsetzten und sich dann auf mein Verhalten auswirken. Wirklich sehr hilfreich!

Für mich haben sich aber noch andere Fragen aufgeworfen: Weshalb bin ich in Konfliktsituationen immer gleich so emotional getroffen, bekomme augenblicklich glasige Augen und suche das Weite?
Einerseits ist das durch meine Kindheit und meine cholerische Mutter bedingt, soviel ist klar. Andereseits sind Konflikte was peinliches und unhygienisches, was man nicht austragen sollte. Konflikte sind in meinem unterbewussten Verständnis Perversitäten. Sogesehen müssen sie verhindert werden, oder auch ausgelebt werden, wenn mir nach primitiv und pervers zumute ist.

Konfliktsituationen mit Schülern zu meistern ist wieder etwas anderes: Ich habe keine Lust herumzudiskutieren um zu beweisen, dass ich Recht habe. ICH habe sowieso immer Recht als Lehrer. (auf den Tisch Klopf). Gerne würde ich einfach aus der Klasse gehen und den Schüler sich ausspinnen lassen. Mich selbst einfach aus der Situation herausnehmen. Keinen perversen Konflikt austragen...
Die Schüler wissen auch, dass man mit mir streiten kann, sie hören nie auf! Egal was ich tue, was ich androhe und was ich durchsitze... das Spiel "Dich kann mach fertig machen, aber du gehst einfach nicht hoch" geht immer weiter. Einerseits wissen sie, dass ich nicht zu provozieren bin, andererseits machen sie immer weiter und daran ist nur meine Suggestion schuld. Ich denk mir "Lass mich in Ruh du Depp (natürlich sag ich das nicht laut und ich bin davon überzeugt, dass auch Lehrer sich das mal denken dürfen)" und der Schüler denkt sich "wieso reagiert sie nicht"


Teil 2 folgt noch

Donnerstag, 30. November 2006

Elternsprechtag

Gebt mir einen Boxsack um mich abzureagieren. Ansonsten könnte es sein, dass einige kindermisshandelnde Eltern morgen mit eingeschlagenem Schädel aufwachen.

Ja, schlimm, wenn Kinder bei der Sprechstunde mit den Eltern anfangen zu weinen, weil sie wissen, dass der Vater sie verprügeln wird, weil kleine elfjährige Mädchen während der Unterrichtsstunde gern mal ein bisschen zu viel Träumen.

Da werde ich echt zum Monster, wenn ich mir vorstellen muss, wie so kleine, liebe Knirpse wegen Klinkerlizchen Schläge kasieren.

Freitag, 25. August 2006

durchlauchte Tyranen, Oxymorone und Anaphern

Ich kann es nicht mehr länger verdrängen: Die schriftliche Diplomprüfung steht vor der Tür und ich habe bisher noch keinen Finger gerührt. Jetzt darf ich wieder einmal die deutsche Literaturgeschichte lernen und mich über Stilmittel schlau machten. Das hätte ich eigentlich schon vor über drei Jahren bei der schriftlichen Matura machen müssen, aber da war das irgendwie nicht notwendig, da ja klar war, dass eine Erörterung ansteht. Und so muss ich mal wieder wirklich etwas für meine Allgemeinbildung tun damit ich nicht ganz blöd sterbe und dieses scheiß 'Studium' abschließen kann damit ich danach etwas besseres, inteligenteres, produktiveres, sozialeres, interessanteres mache kann.
Der Bauer und sein durchlauter Tyran warten auf mich.

Freitag, 7. Juli 2006

Resumé

Wieder sind zwei Semester um und ich kann getrost zurückschauen und sagen, dass ich in diesem Jahr wirklich viel dazugelernt habe. Nicht nur grundlegende pädagogische und didaktische Sachkompetenzen, nein auch wirklich was zum Leben.

Ich habe gelernt, was Erziehung und guter Unterricht bedeuted. Wie er zu funktionieren hat und wie ich ihn anwende. Meine Professoren haben versucht mir ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem ich gut durch den Schulalltag komme und ich habe es dankend angenommen.
Doch dann erkannte ich, dass dieses Werkzeug nichts taugt, gar nichts.
Die Realität war eine andere. Sie war grausam und brutal und ich kam richtig zu Welt.
Gleichzeitig begann ich die Ursachen dieser Realität zu erforschen und erkannte bald, dass es nicht das Werkzeug war, das nicht funktionierte, denn eine zerklopfte Schraube kann mit keinem Zieher gezogen werden. Egal wie teuer und hoch technologisiert er auch ist.
Ich würde gerne den Kindern die Schuld für mein Versagen geben, aber Kinder können nichts dafür. Sie sind unschuldig und nur das Produkt eines marroden Schulsystems, dass von unserer Regierung immer noch als das Non plus Ultra verteidigt wird.
Es fehlt an Respekt und Wertschätzung. Der Erkenntnis, dass auch Schüler Menschen sind, egal wie dumm sie sich manchmal auch aufführen. Jedes Verhalten eines Menschen verfolgt ein Ziel. Das Ziel it es den Lehrer fertig zu machen. Wie kommt es zu diesem Ziel? Der Lehrer ist das Feindsymbol. Warum ein Feindsymbol? Der Lehrer hat macht über den Schüler, die er auch eiskalt ausnützt um sich in diesem autoritären System über den Jugendlichen oder das Kind zu erheben, da er selbst vom Schüler so gekränkt ist und die einzige Chance zu "gewinnen" in einem aussichtlosen Machtkampf sieht. Es ist ein Teufelskreis.

Das habe ich heuer erkannt und gelernt. Das und vieles anderes. Und es hat mir gezeigt, dass ich diesen Beruf nicht auf ewig ausüben kann. Nicht wegen den Schülern sondern wegen diesem kaputten Lehrerkolegium, dass einfach nicht auszuhalten ist. Ich will jetzt nicht Generalisieren, denn es gibt in Vorarlberg wirklich tolle Schulen mit tollen Lehrern und tollen Schülern, die wirklich tolle Konzepte und Projekte verfolgen, aber es gibt auch schwarze Schafe und ich hatte dieses Semester das Glück an einem solchen schwarzen Schaf zu praktizieren.
Ja, es war Glück! Aus meiner anfänglichen Resegnation ist eine Überzeugung geworden. Ich bin überzeugt, dass etwas zu ändern ist, dass man es nciht so hinnehmen muss, aber als einfacher Hauptschullehrer habe ich nicht wirklich die Möglichkeit großartig etwas zu verändern. Klar, in meiner Klasse, aber es wäre ungerecht den anderen gegenüber. Darum alle.
So, jetzt komm ich ins Faseln.

Donnerstag, 6. April 2006

Schulgedanken

Jetzt ist's vorbei mein Praktikum und ich darf ENDLICH meine Osterferien genießen, die ich jetzt wirklich bitter nötig haben, denn mit den Nerven bin nun wirklich am Ende.
Es waren angstrengende zwei Wochen, die zum Großteil aus Erziehen und Disziplinieren und nicht dem Unterrichten (eigentliche Aufgabe der Schule) bestanden haben.
Meine letzte Stunde heute endete wieder einmal im Chaos. Mein Quecksilberhaufen ist wie immer völlig durchgeknallt und ausgeflippt, also ließ ich sechs Jungs noch für ne Stunde länger in den Genuss meiner angenehmen Anwesenheit kommen. Ich bin zu gutmütig und absolut inkonsequenzt. Noch immer bin ich der Meinung, dass das Schüler-anschreien und in den Senkel stellen nicht so ganz meins bin. Das kostet mich eine gute Praktikumsnote, aber was solls... Irgendwann werde ich auch noch zu jemanden, der eine Schreckensherrschaft führt, so wie es meine Ausbildner von mir erwarten.
Es war ein seltsamer letzter Tag. Ein Tag, der mich sehr traurig und nachdenklich stimmt. Als nach der großen Pause alle wieder in das Schulgebäude stürmen bleibt ein kleiner Junge zurück. Bekümmert sitzt er auf der Mauer und Tränen kullern unter seiner großen Brille die Backen herunter.
Er ist anders als die anderen. Intelliegent, höfflich, sensibel und der Kleinste der Klasse. Das macht in angreifbar und zum Ausenseiter. In den Pausen schubsen sie ihn rum, witzeln über ihn und machen ihn fertig. Nun saß er da wie ein Häufchen Elend in Tränen aufgelöst und schluchzte, dass er nie wieder in die Schule gehen will, nie wieder in diese Klasse will und sich umbringen will.
So ein süßer Fraz, noch so klein und solchen Kummer und solche Sorgen.
Er ist kein Einzelfall:
Stefan sitzt weinend alleine in der Klasse. Er ist zur Pause nicht hinausgegangen, denn er will lieber alleine sein. Bekümmert und in Tränen kauert er auf dem Boden und hämmert seinen Kopf mit voller Wucht gegen die Wand.
"Das Leben hat keinen Sinn mehr! Keiner liebt mich! Am besten bringe ich mich um!"
Stefan ist ein Scheidungskind. Seine Mutter versucht so gut wie möglich für ihn zu sorgen, doch wenn einmal sein Vater vergisst anzurufen geht für Stefan eine Welt unter.
Auch er ist anders und wird von den anderen Kindern ständig angegriffen. "Du scheiß Psycho!" verspottet in Sebi. Stefan bricht im Gang heulend zusammen.

Als ich das Schulgebäude verlasse kommt es zu einer Szene wie in einem schlechten Hollywoodfilm: Zwei Schülerinnen stehen auf dem Hof und schreien ganz traurig "Auf Wiedersehen Frau T.!" Leider hatte ich kein weißes Taschentuch um das ganze noch mehr zu dramatisieren. hihi
Durchgängig will keine der Studentinnen mehr im nächsten Semester an diese Schule. Ich irgendwie schon. Es gefällt mir, auch wenn der Job wirklich eine Herausforderung ist, die ich bisher selbst total überschätzt habe.

Willkommen in der Realität!

Freitag, 31. März 2006

Schwanzvergleich

Ein Leben in unserer Gesellschaft bedeutet, dass man einem ständigen Vergleichen und Reflektieren unterliegt:
Wer ist besser, größer, kleiner, dünner, dicker dümmer, intelligenter, gut-aussehender, hässlicher, lustiger, trauriger, lauter, leiser,....
Eigentlich zähle ich zu jender Sorte Mensch, die solche Vergleiche auf's Äußerste vermeidet, doch selbstkritisch wie ich bin, habe ich heute entdeckt, dass auch ich zu den "Vergleichern" gehöre. Meine Vergleiche sind:
- Wer ist intelligenter
- Wer ist lauter
- Wer ist besser als ich

Nun ja, jetzt ist mir das aufgefallen... und jetzt? Auch egal. Ich habe Angst, dass meine Praxisnote kein 'Sehr Gut' ist, (ich bin mit meinen Leistungen so gar nicht zufrieden) denn das würde heißen, dass ich nicht 'sehr gut' bin und was ist schon eine Lehrer wert, der nicht 'sehr gut' ist?
Ich will nicht zum Durchschnitt gehören, ich will besser sein als andere, doch zur Zeit gelingt mir das noch nicht so ganz.
Das versuche ich schon mein ganzes Leben, manchmal mit mehr und manchmal mit weniger Erfolg.

Ich habe an der PA ein Seminar über Geschisterkonselationen. Etwas, dass mich schon sehr interessiert, aber das was ich dort gehört habe konnte ich nicht so recht glauben.
Erstgeborene sind besser in der Schule und Ehrgeiziger und sowieso meistens besser.
Ich war der Meinung, dass das nicht stimmen kann, denn meine Schwester schätze ich als definitiv ehrgeiziger und intelligenter ein.
Aber nach langem Grübeln ist mir jetzt klar geworden, dass da doch etwas dran ist bzw. war.
Ich funktioniere auf einer anderen Ebene als meine Familie. Ich funktioniere nicht wie "Frau", was mir auch meine Ausbildungslehrerin zu verstehen gegeben hat. Denn, ich spreche anscheined auch nicht wie eine Frau und meine monotone Stimmlage entspricht auch nicht dem femininen Idealbild (sie meinte, sie würde mir das nicht vorwerfen -> kein Kommentar). Mir ist das mehr als recht so, aber da ist mir klar geworden, dass ich mich doch niemals mit einer Frau vergleichen darf/kann, auch wenn es auf geistiger Ebene ist.
Weiblicher und männlicher Ehrgeiz sind ganz verschiedene Sachen. Intersexueller Ehrgeiz ist wieder etwas ganz anderes. So gesehen bestand mein Ehrgeiz immer darin, soviel wie möglich über alles zu wissen, was mir wichtig erscheint und mich nicht mit Noten mit anderen zu vergleichen (die genauso nicht aussagekräftig sind, wie verbale Beurteilungen), wo ich wieder beim Anfang dieser Geschichte bin. Ein Wissen, dass sich nicht vergleichen, bestimmen und katalogisieren lässt, sondern einfach meines ist.

Donnerstag, 30. März 2006

Bis an die Grenze

Tag 4 des Experiments "Interlife wird auf Schüler losgelassen" geht zu Ende.
In den letzten 4 Tagen konnte ich unheimlich viele Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Vor allem aber hab ich wieder einmal eine etwas dickere Haut bekommen und auch die Augen hat's mir ein bisschen geöffnet.
So viele ungeliebte, verwarloste, kriminelle, verhaltensgestörte, nach Aufmerksamkeit schreiende Kinder auf einen Haufen sind kaum zu ertragen. Es ist eigentlich wirklich schlimm und es ist wohl besser wenn ich mir nicht vorstelle, was da so manches Kind schon erlebt hat.
Natürlich sind nicht alle so, aber auf jeden Fall überdurchschnittlich viele.
Unpädagogisch war ich.
Gebrüllt hab ich.
Geschumpfen hab ich.
Strafen habe ich gegeben.

Aber ich habe auch normal und freundlich gesprochen, habe sie angelächelt, sie gelobt und ihnen so manches Mal einen ziemlichen Bären aufgebunden.
Irgendwie bestand diese Woche nicht aus Unterrichten, sondern aus Erziehen. Wen wundert es, wenn Mütter meinen, dass die Schule für ihre völlig verwarlsoten Kinder veranwortlich ist und nicht sie!
Und die Moral von der Geschicht: Ich soll am Wochenende brüllen üben und was gegen meine Heiserkeit machen. Was für ein Ratschlag!
Was war ich blauäugig.

Donnerstag, 16. März 2006

School of Horror

Heute war ich wieder in meiner Praxisschule zu Besuch um mir meine Unterrichtsthemen/-vorschläge abzuholen.
Sagen wir mal so: Ausländerkinder treffen auf Nazikinder.
Rund um die Schule sind diese wunderbaren Wohnsiedlungen gebaut in denen sich die Jugendlichen gegenseitig die Köpfe einschlagen. Ich weiß, dass klingt jetzt völlig dramatisch, aber ehrlich: Es ist wirklich so!
Leider bin ich noch nicht in den Genuss gekommen in einer der Klassen zu Hospitieren, aber die Erzählungen der Lehrer sprengen die Grenzen meiner Fantasie, was Schüler so alles anstellen können. Das Kollegium ist wirklich sehr sehr nett, aber irgendwie sind sie alle etwas durchgeknallt und verückt.
Verträumt schaut die Lehrerin auf den Pausenhof und schaut einer Schlägerei zu. Lächelnd murmelt sie ein "bringt euch doch endlich um" vor sich hin.
Es ist wirklich eine neue Erfahrung in einem Lehrerzimmer zu sitzen und zum ersten Mal im Leben von einem Lehrer als Kollegen wahrgenommen zu werden, aber meine "Kollegen" sind alle verrückt. Bin ich verrückt genug um mich mit diesen Verrückten einzulassen? Bin ich verrückt genug, dass ich dieser psychische Belastung unter der ganz klar diese Lehrer leiden, standzuhalten?
Die Realität ist wohl noch härter als wie man es uns gesagt hat. War in der PA alles nur Schönmalerei, damit wir nicht schon nach der ersten Woche das Handtuch werfen?
Die gekünstelten Tagespraktiken sind wohl nur dazu da uns bei Laune zu halten und uns gut zuzureden. Wenn es wirklich so extrem wird, wie man mir gesagt hat, dann war diese einjährige Vorbereitung einmal wöchentlich zu Unterrichten einen Dreck wert, denn das, was ich bisher als wild, störend und nervend empfunden habe, soll bisher Kinderkram gewesen sein.
Die Witze im Lehrerzimmer sind für Studenten wirklich nur zum heulen: "Wann kommt der neue Katalog vom Army-Shop? Ich brauch ne neue Schutzweste!"
Ok, ich bin der Meinung, dass die es einfach vielleicht lustig finden die Studenten zu verarschen und sich eine riesen Spaß daraus machen uns so das Fürchten zu lehren, dass die Knochen nur noch scheppern.
Auf der Heimreise habe ich dann noch einen ehemaligen Studentenkollegen getroffen der jetzt in einem Polytechnikum unterrichtet und das was er mir erzählt hat, war dann doch wieder noch extremer als das, was man mir in meiner Praxisschule erzählt hat. Ein armer Hund ist das. Ehrlich. Ich muss wirklich verrückt sein, dass ich mir das antun will. Total verrückt!

Donnerstag, 8. Dezember 2005

Zweifel am System

Unser aller Leben ist genormt! Überall schreibt man uns vor wie wir uns zu verhalten haben. Was sich in jener Situation gehört oder nicht. Man schreibt mir vor, wie ich zu sein habe bei meiner Arbeit. Sagt mir, wie eine Lehrerpersönlichkeit zu sein hat. Versucht mich zu formen und umzumodeln.
Wer sich weigert sich dieser gesellschaftlichen Normierung unterzuordnen geht unter und landet an den äußeren Rändern unseres sozialen Netzes. Ich habe verdammt noch mal keinen Bock darauf mich dieser Gehirnschwäsche zu unterziehen, mich wie ein Lehrer auszugeben oder wie ein Lehrer zu verhlaten. Ja! Ich will unterrichten, aber bestimmt nicht unter diesen Bedingungen.
Nein, ich bin kein Schauspieler und ich habe auch keine Lust eine großartige Show abzuziehen. Der Respekt kommt in der Schule viel zu kurz. Wie sollen Schüler ihrer Lehrer oder sich selbst respektieren, wenn nicht einmal mehr der Lehrer seine Schüler respektiert und sie "Behinderter", "Idiot" oder "Volltrottel" schimpft?
Und warum verhalten sie die Lehrer so?
Man bringt ihnen bei, dass sie nicht sie selbst sein dürfen. Sie haben eine Mission zu erfüllen und müssen sich dabei so gut es geht verstellen. Unter keinen Umständen dürfen sie sie selbst sein, ihre Schüler anlächeln oder ihnen das Gefühl geben, dass man sie als Menschen anerkennt (und nicht als Zombies) und sie respektiert.

(currently playing: moloko - reauiem for a dream)

Living Intersex?!

Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!

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