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Schlachtplan

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Ende gut alles gut?

Es ist vollbracht! Die Tube liegt neben mir auf dem Schreibtisch. Ist es wirklich Testosteron oder ein Plazebo?
Wahrscheinlich schon ersteres, aber ich glaube es immer noch nicht, dass ich es endlich geschaft habe.

Leider bin ich zu müde um mich heute noch zu freuen.
Freut ihr euch für mich.

Montag, 16. Oktober 2006

Diagnose: F40.2 - Arztphobie

Es ist doch immer wieder das selbe:
Morgens wachte ich auf und mein Kreislauf blieb einfach liegen. Schwindel, Übelkeit und Bauchschmerzen. Kopfschmerzen und pochende Zahnschmerzen: Interlife hat einen Arzttermin und auch wenn ich nicht festgeschnallt werde und 20 Ärzte an mir herumfummeln sterbe ich jedes Mals fast vor Anst. Auch wenn ich nur ein Rezept abhole und noch eine viertel Stunde Mitamnesiere.
Den Vormittag verbrachte ich zum Großteil damit, dass ich in die Kloschüssel starte und krampfhaft würgte was das Zeug hält. Aber das brachte auch nicht. Ich musste heute einfach nach Bregenz fahren. Ach, wie ich Bregenz hasse... dieses ganze Wasser im See und diese Wasservögel und diese Seepromenade und diese geordneten und gepflegten Pflanzen an der Seepromenade. Nein, Bregenz ist kein Ort an dem ich mich Wohlfüllen könnte. Bregenz ist nicht authentisch sondern fein rausgeputzt und falsch. Und egal wie sauber sie ihre Promenade auch machen: Obdachlose, die nachmittags um zwei sturzbetrunken auf der Straße singen gibt es da auch. Da ist mir das weniger gepflegte Reichenfeld mit der musikalischen Horroruntermalung des Konservatoriums tausendmal lieber. Da gibt's aich keine Bäume und Pflänzchen in Rei und Glied und vor allem gibt es keinen See.

So, wo war ich... ach ja, ich wollte von meinem Besuch bei Dr. V. erzählen.
Ich hab eine riesen Tube Östrogel bekommen. Estrogel nennt sich das Zeug und es schwindelt keinen Zyklus vor. Trotzdem scheint es mir, dass es Medizinern im allgemeinen an Weitblick mangelt. Auch heute musste ich wieder klarstellen, weshalb Östrogen bei mir nicht wirklich wirken kann und weshalb Testosteron doch so wunderbar ist. Scheinbar hat kein einziger Arzt in Endokrinologie so richtig aufgepasst. Ist ja auch wirklich staubtrocken und kompliziert wie die Sau, aber dafür hat er ja mich, die ihn immer wieder unterbricht und ihn verbessert.
Aber so wirklich frech bin ich noch nicht. Meine Arztphobie ist einfach nicht zu überwinden und auch heute hat sie mir wieder gezeigt, wie tief diese Ängste, die vor allem aus den .enschenverachtenden Untersuchungen in meiner Kindheit resultieren, sitzen und mein Unterbewusstsein fest unter Kontrolle halten. Aber über kurz oder lang kann das so nicht weitergehen. Ich werde mir jetzt Arztserien bis zum Abwinken reinziehen und diese Angst so versuchen zu überwinden. Erfolg garantiert.

Hoffentlich startet die Studie fürs Testosteron bald, dann bekomme ich endlich was mir zusteht.

Eine Knochendichtsuntersuchung habe ich heute auch noch aufgedrückt bekommen um schöne vorher/nachher Werte zu bekommen. Also diesmal zum Radiologen und versuchen die Arztphobie zu überwinden. Der Zahnarzt wäre auch schon längst überfällig. Mein eitender Weißheitszahn ist nicht mehr auszuhalten, aber wenn ich nur schon daran denke.... WUAAA, obwohl, die wollen ja nur in den Mund schauen, das ist ja noch erträglich.

Interessant war auch, wie ich mich heute veränderte. Vollkommen gebückt und zurückhaltend begegnete ich heute den Menschen. Grüßen auf der Straße funktionierte schon gar nicht, denn meine Stimme versagte ständig. Zwar bewegten sich meine Lippen, aber es kam kein Ton heraus. So gab ich das Grüßen irgenwann auf und rannte mit grimmiger Miene durch die Gegend.
Seltsam, was alles mit einem passieren kann und wie schlecht ich solche Situationen kontrollieren kann. Ich verliere die Kontrolle und falle in alte Verhaltensmuster zurück, dich auf Östrogen früher oft zeigte. Hoffentlich ist das mit diesem Präperat nicht so und wenn doch werde ich es sofort absetzten. Vielleicht ist diese Demutshaltung aber auch typisch weiblich? (man erschlage mich) Irgendwo in Psychologie habe ich das doch mal gehört. Aber egal, ab morgen wird wieder geschmiert und falls ich zur verweichlichten Supertussie mutiere werde ich das Zeug einfach absetzten.

Das Herz pocht noch immer wie wild und auch der Rest des Körpers pocht und schmerzt. So an Schaß! Das war ein wirklich hartet Tag für mich. Was nun?

Donnerstag, 28. September 2006

Testosteron - die illegale Droge

Testosteron muss wohl ein ganz besonderer Stoff sein, denn sonst hätte ich es sicher schon längst verschrieben bekommen!

Nach über zwei Monaten (*Räusper* und *Hust*) hat Dr. H. vom Netzwerk heute meinen neuen Lieblingsarzt Dr. V aus B. (verdammte Anonymisierungen) zürückgerufen.
Dr. V. ist ganz begeistert von Dr. H.., weil er doch so unheimlich kompetent und nett sei. Ich bin aber wirklich weniger begeistert, denn Dr. H. konnte natürlich nicht sagen wieviel Testo er mir verschrieben soll. Ist ja vollkommen klar, denn dazu existieren keine Daten.
Allerdings komme ich jetzt in die Testo-Studie vom Netzwerk rein und habe Aussichten auf eine gezielte Anpassung meines Stoffwechsels an Testosteron. Bis dahin bekomme ich zum ersten Mals seit drei Jahren wieder Östrogen. Nein, nicht das grausame Trisequenz, das mich zu einem suizidgefährdeten und manischdepressiven Monster mutieren lässt; sondern ein reines Östrogen ohne Gestagen (Gebärmutterschleimhaut hab ich keine, was meiner früheren Ärztin aber egal war).
Außerdem weiß ich jetzt, das Trisequenz so eine Sache ist. Etwa 50% der XY-Frauen vertragen es ganz gut, die anderen 50% hingegen mutieren zu willenlosen Monstern, wie ich eines war. Meiner Meinung nach sind die 50%, denen es damit gut geht auch willenlose Monster, jedoch haben sie noch ihr Medikament abgesetzt und wissen daher nicht wie es sich anfüllt, wenn man nicht unter der Fuchtel dieses Medikamentes steht. Aber vielleicht irre ich mich auch.

In zwei Wochen hol ich mir also mein Rezept ab und quatsche mit meinem neuen Lieblingsarzt (ich kann es nicht oft genug betonen) Dr. V. gescheit über unser weiteres Vorgehen.
Wer weiß, vielleicht bekomme ich ja ein ganz kleines Testosteronpflaster dazu?
Ich weiß, dass das noch nichts großartiges ist, aber es sind Aussichten und langsam zeichnet sich ein Weg in dieser nebelverhangenen Zone ab. Eine Lösung und das Ziel werden langsam sichtbar und so bin ich ganz zufrieden und weiß, dass ich jetzt endlich einen Arzt habe, der mich für voll nimmt und sich auch um meine Angelegenheiten kümmert ohne dass ich ihm ständig im Genick sitzen muss. Schön.

Donnerstag, 3. August 2006

Testo Folge 235689456

Und wieder ist ein kleines Steinchen aus dem Weg gerollt worden.
Dr. V. hat mit dem Netzwerk Kontakt aufgenommen und mir Meldung erstattet. Sommerzeit ist leider auch Urlaubszeit und so ist Dr. H., der ja meinen Geschlechtsgenossen sicher ein Begriff ist, bis Ende Monat im Urlaub.
Jetzt heißt es warten!
Es tut sich was, nur gut Ding braucht Weile!

Dienstag, 18. Juli 2006

Beim Arzt am See

Den so gefürchteten Arztbesuch habe ich - man glaubt es kaum - hinter mich gebracht und ja - ich habe es wirklich überlebt.
Als ich heute Morgen aus dem Bett kroch war mir, wie nicht anders zu erwarten, total übel, aber ich schaffte es mich zu überwinden und machte mich auf den Weg nach Bregenz. Der Termin war auf ein Uhr angesetzt und ich war natürlich schon um zwanzig vor zwölf am See. Ohne lange zu überlegen kaufte ich eine Schachtel Zigaretten und qualmte, in der Hoffnung mich wieder zu beruhigen, in Kettenrauchermanier drauflos. Die Seepromende entlang spazierend, wurde mir wieder klar weshalb ich so eine Aversion gegen diesen Ort habe. Diese perfekten Blumenbeete und diese perfekten Yachten und diese fröhlichen Menschen! Bahhhh, ich muss wohl wirklich irgendwie mit dem Grinch verwandt sein. Die Suche nach der Praxis gestaltete sich denklich einfach. Auf Anhieb fand ich hin, aber ich war immer noch eine Stunde zu früh dran. Ganz in der Nähe befanden sich einige Cafes und so fröhnte ich dem Koffein und Nikotingenuss in rauen Mengen. Mein Herz pochte wie wild und meine Hände waren feuchter als der Amazonas. Ich schwitzte vor Panik! Der Versuch per kontolliertem tiefen Ein- und Ausatmen meinen Herzschlag wieder auf einen normalen Puls zu drosseln scheiterte kläglich. Langsam aber sicher näherte ich mich einem Herzinfakt! Ich Hosenscheißer!
Um viertel vor eins machte ich mich dann entgültig auf den Weg zur Praxis. Mir war klar, dass es sich nur um ein Besprechungsgespräch (so wie weiße Schimmel und blaue Blaubeeren) handeln würde und ich ganz bestimmt nicht mit einem Rezept in der Hand wieder zur Tür hinausmarschiere. Trotzdem war da ein Funke Hoffnung und meine Gedanken durften sogar ein bisschen Achterbahn fahren. Aber naja - ich bin eben ein Utopist.
In der Praxis verlangte die Arzthelferin nach meiner E-Card. Ja, das ist die Karte auf der gespeichert wird was und wer ich bin. Zumindest sagen das die Verschwörungstheoretiker. Zu meine Überraschung funktionierte sie, hehe, da sieht man mal was für ein gesunder Mensch ich doch eigentlich bin, denn ich habe diese grüne Mitgliedskarte der Krankenkasse (ich bin VIP) noch nie benutzt.
Dann warten auf den Doktore mit der Kettensäge und anschließende Amputation aller vier Extremitäten. In meinem Kopf spielte die Melodie vom weißen Hai, wenn er sich seinem Opfer nähert. Plötzlich ging die Tür auf - er stand vor mir und....

.... lächelte. Na wenigstens etwas. Ein äußerst sympathischer Herr. Nicht so wie meine vorherige Äztin die mich unentwegs an die ähh.... wie heißt die fette Wikingerbraut nochmal die so unheimlich laut singt, dass man meinen könnte sie leide Todesqualen? Er hatte auf jeden Fall keine langen blonden Zopf. Seit ich 14 bin hasse ich lange blonde Zöpfe bei Ärzten. Man möge es mir verzeihen. (Ach ja, jetzt weiß ich wieder wen ich meinte: Die Walküre, wenn sie wirklich sie heißt.)

Ein bisschen Smalltalk (immer diese Amnese!) und dann legte ich los. Ich erzählte ihm alles. Meine Vorgeschichte, meine Diaganose, meine Erfahrungen mit anderen Ärzten, mein Anliegen, meine Bedenken, meine Bitte, meine Hoffnungen. Er fragte nach, war interessiert UND er will mir helfen. Nein, er WIRD mir helfen.

Der aktuelle Lage ist nun die: Er wird sich schlau machen und sich beim Netzwerk informieren (lassen), dann nimmt er Kontakt mit mir auf und wir schauen wie es mit der Testogeschichte verlaufen soll.

Hey, der meint das wirklich ernst! Der nahm mich sogar ernst und stempelte mich nicht als unmündigen, verblödeten und neurotischen Patienten ab.
Es gibt sie also doch: Ärzte, die ihre Menschlichkeit noch nicht verloren haben. Man muss nur lange genug suchen.

Sonntag, 16. Juli 2006

Vorbereitungen für das Arztgespräch

Man glaubt es kaum, aber jedes mal wenn ich in einer Arztpraxis sitze verliere ich meine Stimme. Ich werde ganz leise und sage irgendwann gar nichts mehr. Nicke nur noch, widerspreche dem Gott in weiß nicht mehr und ziehe dann mit eingezogenem Schwanz (keine Panik, ich hab nicht wirklich einen - ich bin kein Pornozwitter) von danen.

Als ich das letzte mal vor einem Jahr bei meiner Exgynäkologin (ja wir haben uns jetzt getrennt) war, merkte ich, dass ich mich mit einem Stickwortzettel nicht mehr so leicht aus dem Konzept bringen lasse und auf jedes Argument leicht ein Gegenargument setzten kann. Ärzte sind sehr berechenbar und ich kenne mittlerweile all ihre Argumente die gegen eine Testosterontherapie sprechen und ich habe mir auf jedes ihrer Argumente ein nicht vom Tisch zu weisendes Gegenargument überlegt. Diskutieren mit Interlife wird also in Zukunft noch viel unangenehmer als es bisher war.

Da Ärzte im Normalfall etwas anderes als Intersexualität studiert haben, ist ihr Wissen um die Thematik in der Regel sehr dürftig. Leider darf ein Arzt aufgrund seiner beruflich legitimierten Überordnung nicht die Informationen über die ein Patient verfügt (egal wie intelligent er auch ist) in sein eigenes Wissen aufnehmen. In diesem Punkt gibt es die Möglichkeit, dass sich Mediziner an das Expertenteam des Netzwerkes Intersexualität wenden. Allerdings weigern sich viele Mediziner aus ethischen Gründen (man darf sich die eigene Unwissenheit nicht eingestehen) mit dem Netzwerk in Kontakt zu treten und zum einen informiert das Netzwerk die Betroffenen auf Anfrage nicht darüber wie Mediziner informiert werden und welche Informationen sie erhalten.

Alles in allem eine sehr verzwickte Situation, die nur mit einem offenen und aufgeklärten Mediziner zu bewältigen ist. Diese mögen bitte mit mir per Email in Kontak treten. (-> Das war der Scherzmodus)

Donnerstag, 13. Juli 2006

On the Road to Testo

Ok, ich habe nun diesen Termin bei diesem Arzt in dieser Stadt an diesem See. Und ich mag weder die Stadt noch den See dort. Ich HASSE Bregenz! Man möge es mir verzeihen, aber das ist eine Lokalität, die in mir einfach jedes mal äußerstes Unbehagen auslöst.

Natürlich bin ich sehr skeptisch. Ehrlich gesagt habe ich überhaupt keine Hoffnung, dass ich Testosteron oder sonst etwas bekommen. Ich werde wieder leer ausgehen und weiter suchen und kämpfen müssen. Vielleicht ist diese Einstellung aber auch ein Selbstschutz. Die enttäuschenden Niederlagen im letzten Jahr hatten mich schwer zurückgeworfen. Für Wochen war ich am Boden zerstört und wusste nicht mehr weiter. Diesmal soll mir das nicht passieren. Diesmal gibt es keine Enttäuschung, denn ich stelle mich schon darauf ein, dass mir wieder einmal nicht geholfen werden kann, weil Intersexualität doch viel zu selten ist und sich ja niemand damit auskennt.
Naja, ein weiterer Arzt, der meine Krankenakte bekommt und sie sich übers Bett hängt, mir aber nicht weiter geholfen hat.

Ehrlich gesagt habe ich Angst und in Gedanken an nächsten Dienstag wird mir wie immer Speiübel.
Pfuiteifl, warum muss ich auch so panische Angst vor Ärzten haben. Gibt es eigentlich einen Fachbegriff für "Medizinierphobie"?

Mittwoch, 12. Juli 2006

Terminus beim Doktorus

Wer der Meinung ist, dass ich in letzter Zeit zu viel jammere hat eindeutig Recht.
Ich jammere und nicht wenig noch dazu. Zum Beispeil weil es so heiß ist und zu allem Überdruss habe ich auch noch meine interlifischen adoleszenten Hitzewallungen (eine ganze neue medizinische Entdeckung von mir!), dir mir wirklich an die Substanz gehen. Die Telefonnummer des Arztes, der vielleicht die Macht hätte all das zu beenden liegt neben mir, aber ich schaffe es einfach nicht anzurufen. Es ist immer das selbe: Ich habe Angst. Wenn ich das Handy in die Hand nehmen will und versuche die Nummer einzutippen, beginnt mein Herz wie wild zu schlagen und der kalte Schweiß beginnt aus jeder Pore meines verdammten Körpers (es ist noch nicht ausgestanden) zu rinnen. Nach dem ersten Klingeln drücke ich sofort wieder auf Abbruch und beende den Anruf. Ich will nicht diskutieren und streiten. Dazu habe ich keine Nerven mehr. Er soll mir einfach geben was ich will und wenn es sein muss dosiere ich mir die Hormone auch noch selber - mittlerweile bin ich ja auch schon dazu im Stande - aber bitte keine Diskussionen mehr.

Vielleicht schaffe ich es ja morgen.

Mittwoch 12 Juli 2006 15:00 Uhr, Arzt beim Termin machen (toller Verschreiber): Gescheitert!


In einem Anfall von Mut habe ich gerade angerufen. Natürlich nahm nur der AB ab. Ich Glückspilz!

Donnerstag, 18. Mai 2006

Messerwetzen

Ja, was soll ich noch großartiges schreiben...

Heute Votmittag hat ein wichtiger Prozess eingesetzt. Ich habe für einige Minuten mit dem Gedanken gespielt spontan einen Termin bei einem Gynäkologen zu machen um wieder einmal meinen Kampf für eine richtige Medikation vorananzutreiben.

Nur schon der Gedanke daran, dass ich jetzt anrufen könnte, ich ein riesen Fortschritt. Möglicherweise schaffe ich es schon nächste Woche und wenn nicht, dann eben die übernächste. Es kommt wieder ins Rollen. Mitterweile bin ich einfach so am Boden, dass ich mich wieder anfange zu wehren.

Es gibt einfach nichts gefährlicheres als eine melancholischen Zwitter ohne Hormone.
Bald gehts wieder auwärts, auch wenn es in fünf Minuten wieder talwärts geht.

Dienstag, 2. Mai 2006

just a dream?

Seit einiger Zeit wächst in mir ein Hirngespinnst heran.
Es ist eine Idee, die in erster Linie wohl nur meinem eigenen Vorteil dient, aber auf der anderen Seite auch vielen anderen intersexuellen Menschen dienlich sein könnte.

Ich überlege mir in Österreich einen Verein / eine Lobby / eine Organisation zu gründen, die die Rechte von uns intersexuellen Menschen politisch durchboxt. Es ist reines Wunschdenken, denn für so eine Organisation sind Mitglieder und Mitstreiter nötig und die sind, bis auf Tintenfisch-Alex (hihi), leider recht rar, denn es würde das Ablegen der Anonymität bedeuten.
Sogesehen sind die Chancen auf Gehör zu stoßen relativ gering, aber was wäre wenn? Was wenn dieses Wunschdenken vielleicht gar nicht so utopisch ist wie es scheint. Wäre es den Versuch nicht wert?

Wie könnte so eine Aktion ausschauen?
Vielleicht ein offener Brief an Rauch-Kallat? Sie hat in der Vergangenheit Aussagen getätigt, die anderen ganz schön aufgestoßen sind, mir aber ziemlich imponiert haben, wenn ich an ihre Kommentare zur eugenischen Indikation zurück denke.
Vielleicht ist es an der Zeit das Ruder selbst in die Hand zu nehmen und nicht immer darauf zu hoffen, dass sich irgendwann etwas an der Situation ändert. Vielleicht muss ich endlich selber die Initiative ergreifen und versuchen meine Rechte auf einer anderen Ebene, als der medizinischen, durchzusetzen.

Living Intersex?!

Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!

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