Fakten

Mittwoch, 9. August 2006

Entsexualisierung

Gestern Abend hatte ich noch bis spät Nachts ein sehr interessantes Gespräch mit einem sehr lieben Menschen. Dabei stellten wir fest, dass unsere Gruppentreffen (Wie auch dieses Mal auf der Hütte) immer sehr emotional geprägt sind. Man umarmt sich fest und gibt sich gerne der Gefühlsdusseligkeit hin. Es ist schön sich dieser Nähe und dem gegenseitigen Verständnis hinzugeben. Zu wissen, dass man sich öffnen kann und geschützt ist.

Aber es gibt ein Tabu, ein Dogma, eine eiserne Regel, die wir uns selbst auferlegt haben. In dieser Situation mutieren wir alle zu heterosexuellen Zwittern die sich jegliches Recht auf Sexualität untereinander absprechen. Wir sind asexuelle Wesen die Nähe ohne sexuellen Hintergedanken ausleben müssen. Sind entsexualisiert! Umarmungen sind ohne Hintergedanken, alles andere wäre Gaga. Umso größer ist dann das Weltwunder, wenn zwei intersexuelle Menschen zueinander finden, eine Beziehung leben, sich von ganzem Herzen lieben und natürlich auch ein Sexualleben haben.
Ein Bruch mit dem selbstauferlegten Tabu entsteht und umso größer ist der daraufhin folgende Tratsch.

Müssen wir uns selbst entsexualisieren? Wir dürfen lieben! Auch uns und auch andere intersexuelle Menschen. Niemand kann verbieten wen man liebt und es ist kein Weltuntergang, wenn eine Umarmung mehr als eine Umarmung ist. Auch wir sind Menschen mit einem Sexualverhalten. Die Medizin hat es versucht zu zerstören, doch sie können uns nicht mehr kontrollieren.


In diesem Sinne: MAKE LOVE!

Dienstag, 6. Juni 2006

Identitäten

Ich weiß nicht, ob es schon am Tag meiner Geburt begonnen hat oder ob es der Tag war, an dem ich im zarten Alter von 14 Jahren die Wahrheit erfahren habe. Auf jeden Fall weiß ich bis heute nicht wer oder was ich bin und diese Identitätsfindung scheint sich wohl auf ewig hinzuziehen. Ich glaube, dass diese Suche absoluter Schwachsinn ist, denn in Wirklichkeit bin ich wahrscheinlich ein Identitätsloses Wesen.
Ich wurde geboren als Mädchen im Schafspelz, als Junge, der äußerlich keiner war, als Zwitter, als Monster, als Mutant, als abtreibungswürdiges Häufchen Dreck von ein paar Zellen - aus sich der Mediziner!
Für meine Eltern war ich wohl die Gott gewollte Prüfung, die Herausforderung. Das Kreuz, das jeder im Leben zu tragen hat. Vielleicht sogar eine Strafe? Aber sie liebten mich, auch wenn sie möglicherweise Mühe damit hatten. Und sie erzogen mich als Mensch und nicht als Junge oder Mädchen, denn sie erkannten bald, dass es nicht möglich war mich als Mädchen zu erziehen. Ich weigerte mich und diese Tatsache stand im Gegensatz zur Prognose der Medizinier, die das Gegenteil vorausgesagt hatten. Erzogen sie mich vielleicht sogar intersexuell? Weder als Junge noch als Mädchen? Vielleicht sogar als nichts von beiden? Als geschlechtsloses, asexuelles Wesen? Als was sah ich mich als Kind? Ich, die auf Bäume kletterte, immer ein paar Nägel in der Hosentasche hatte und lieber mit den Buben raufte und tobte. Ich, die sich selbst fragte, was für ein komisches Mädchen ich den sei. Die anderen, die mich einen verkommenen Jungen nannten. Was war ich denn? Was fühlte ich? Ich war glücklich.

Dann die Erkenntnis, die Wahrheit, der Schlag ins Gesicht, die Tatsache: Ich war/bin/ werde ein Zwitter (sein). Ein Mensch zwischen den Geschlechtern. Intersexuell und weder Mann noch Frau. Es war wie das fehlende Teil eines Puzzles, das noch eingefügt werden musste um das vollendete Bild zu sehen. Und trotzdem weigerte ich mich anzuerkennen, dass es so war, dass ich bin was ich bin.
Was nützte mir die Liebe der anderen wenn ich mich selbst nicht liebte? Wie kann sich jemand je selbst akzeptieren, wenn man sich selbst als Krankheit wahrnimmt?
Der permanente Angszustand nagt an einem. Es veränderte mich und ich wurde zu einem paranoiden Menschen, der keinem mehr traute. Wie sollte ich auch? Konnte ich doch nicht mal auf mich selbst vertrauen. Die personifizierte Mogelpackung. Ein lebender Scherzartikel.

Doch dann begann diese Veränderung, die ich mir bis heute nicht erklären kann. Was ist passiert? War es das Alter? Das Erwachsenwerden? Waren es zum Schluss noch etwa die anderen? Die, die so sind wie ich? Es gibt auf diese Fragen keine Antwort, oder besser gesagt viele Antworten von denen keine den Anspruch erheben kann richtig zu sein.
Der Lagebericht ist wie folgt:
Die paranoide Angst schreibt auch hier immer noch mit. Auch wenn ich anderen von mir erzähle versucht sie mir ein schlechtes Gewissen einzureden. Zwar ist ihre Botschaft nicht mehr so laut wie früher und ich höre nicht mehr auf sie, aber sie ist noch immer da und diese Tatsache ärgert mich. Ich will keine Angst mehr haben. Ich will wissen wer ich bin. Ist das Kapitel "Frau" abgeschlossen? Was bin ich nun? Wie fühle ich? Wenn ich ehrlich bin gehöre ich nirgends dazu. Zu keinem dieser stilisierten Geschlechter. Nicht einmal zu den Intersexuellen. Ich bin mir meine eigene Klasse. Mich zu kategorisieren funktioniert nicht. Meine Geschlechter sind viele. Meine Identitäten sind unzählbar, chaotisch und nicht gefestigt. Die Tatsache ist, dass ich nicht weiß wer ich bin und was ich bin und ich bin nicht mehr daran interessiert die Antwort zu erhalten, denn egal wie sie ausfallen würde, sie könnte nicht befriedigender sein als mein jetztiger Zustand.
Ein Zustand in dem es zumindes im Moment keine Grenzen zu geben scheint.

Montag, 5. Juni 2006

Das dritte Geschlecht.

Scheinbar das Idealbild eines Lebenskonzeptes jedes intersexuellen Menschen: Wer sich nicht bei Frau oder bei Mann findet, dann eben dort: beim dritten Geschlecht.

Lange Zeit war ich selber der Überzeugung, dass diese dritte Kategorie die Lösung für die gesellschaftliche Akzeptanz von uns Intersexuellen wäre, doch mittlerweile konnte ich neue Einsichten in diese Thematik gewinnen, die mir zeigten, dass diese neue Kategoresierung von 'Geschlecht' über kurz oder lang definitiv keine befriedigende Lösung sein würde, denn als intersexueller Mensch ist man nicht an ein Geschlecht gebunden.

Seit einigen Jahren kämpfen intersexuelle Menschen gegen dieses System der Kategoresierung und Geschlechtszuweisung von neugeborenen intersexuellen Kinder an und propagieren häufig für das dritte Geschlecht. Eine meiner Meinung nach sehr gewagte Forderung. Immerhin wäre das Resultat eine weitere Schublade, die eine Kategorisierung voraussetzen würde.
Eine mögliche Alternative, die auch von mir angestrebt und bevorzugt wird, ist die Abschaffung des Geschlechtseintrages in amtlichen Dokumenten. So erhält jeder Mensch die Chance in jener sozialen Rolle zu Leben, in der er sich am wohlsten fühlt. Es würde kein Zwangsoutin geben und 'Geschlecht' kann nicht mehr auferlegt werden. Rein theoretisch wäre das das Ende der vorgeschriebenen Geschlechtlichkeit und der Beginn wahrer Freiheit für Menschen, die zwischen die Geschlechter geboren wurden. Denn eines steht fest: Um die Geschlechtlichkeit des Menschen erfassen zu können braucht es definitiv mehr als nur 3 Kategorien. Nur schon die Variation von Mann und Frau bringt ein Resultat von vier Geschlechtern. Nimmt Intersexualität, als weiteren Faktor hinzu, so erhört sich die Zahl der Geschlechtsvariationen um ein vielfaches. Wie könnte die Kategorie eines dritten Geschlechtes jemals eine befriedigende Nische sein? Was ist mit jenen Intersexuellen, die sich als Frau fühlen? Niemand hat das Recht in die Geschlechtlichkeit eines anderen Menschen einzugreifen. Sei es die körperliche oder die soziale.

Sonntag, 23. April 2006

Erkenntins zu späten Stund'

Der Versuch ein geregeltes Leben zu führen funktioniert nicht. Ich bin ein hoffnungsloser Sozialversager und darum blogge ich.

Donnerstag, 7. Juli 2005

Kindertränen und Genitalmetzger

Wieder einmal habe ich im Internet ein paar Statements von meinem Lieblinsmediziner Dr. R. (harharhar) gefunden, der seit neustem über wahrsagerische Kräfte verfügt, wenn es um die geschlechtliche Identitätsentwicklung von intersexuell Neugeborenen geht!
Übrigens: Nicht alle Innsbrucker Ärzte sind so katastrophal. Es gibt auch einige wenige sehr gute Mediziner, denen ich über den Weg traue!

Quelle: TILAK Pressemitteilung Intersexualität

Intersex, die große Unbekannte


Hinter diesem Wort verbirgt sich die Tatsache, dass bei einem Menschen keine eindeutige Geschlechtszuordnung erfolgen kann. Pro Jahr trifft das in Österreich bei 20 bis 25 Neugeborenen zu.

Knapp achtzigtausend Geburten zählt man insgesamt per anno in Österrreich und in der Regel ist es klar, ob es sich bei den neuen Erdenbürgern um ein Mädchen oder einen Buben handelt. Wenn das nicht so ist, stellt sich die große Frage, ob Intersexen aus diagnostischer oder chirurgischer Sicht optimal betreut werden können oder ob bestenfalls von einer optimierten Betreuung gesprochen werden kann. Sicher ist nur, Intersexualität bedarf ärztlicherseits eines Teams von erfahrenen Spezialisten wie Pädiater, Kinderendokrinologen, Genetiker, Kinder-urologen, -chirurgen, -psychologen, Jugendgynäkologen, Sexualmediziner und andere mehr. Eine derartige medizinische Infrastruktur gibt es in Österreich – unter anderem in Innsbruck - nur an sehr wenigen Zentren. Das ist aber für diese Anzahl an Neugeborenen im Lande mit nicht eindeutiger Geschlechtszuordnung ausreichend.

Trans ist nicht Inter

Das Erkrankungsbild Intersexualität darf nicht mit der Transsexualität verwechselt werden. Bei letzterer ist ein normal entwickeltes äußeres Genitale vorhanden, aber die Betroffenen fühlen sich in ihrer Geschlechterrolle nicht wohl und streben daher eine chirurgische Umwandlung ihres Genitales an. Andererseits resultieren viele so genannte Problemfälle der Intersexualität aus Unwissenheit, Mangel an Erfahrung, falschen Entscheidungen und nicht optimal geführten operativen Eingriffen. Dabei sind die heutigen chirurgischen Methoden in der Lage, ein primär nicht vollkommen entwickeltes äußeres Genitale in die männliche oder weibliche Richtung zu rekonstruieren. „Es ist aber nur eine Rekonstruktion, die lediglich versuchen kann, der natürlichen Erscheinung so nahe wie möglich zu kommen“, räumt Univ.-Prof. Dr. Christian Radmayr von der Innsbrucker Univ.-Klinik für Urolologie ein und oft unterscheidet sich zudem der Operationserfolg aus Sicht des Arztes wesentlich von der Einschätzung der Familie eines Intersexen.

Der erste Schritt entscheidet

Bei Verdacht auf Intersexualität eines Neugeborenen müssen die Geburtshelfer umgehend Kontakt mit einem Zentrum herstellen, in dem die medizinische Betreuung gewährleistet ist. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die richtige Therapieentscheidung auf Basis moderner, internationaler Standards erfolgt, die vor allem auch die Mitwirkung der Eltern einbindet, sodass individuell ausgerichtete patientenbezogene Maßnahmen gesetzt werden. „Der erste Schritt ist der entscheidende. Alle in der Geburtshilfe tätigen Kolleginnen und Kollegen müssen für die Intersexproblematik sensibilisiert sein und Bescheid wissen, an welches Zentrum sie sich wenden können“, präzisiert Christian Radmayr, Leiter der Abteilung für Kinderurologie an der Innsbrucker Medizinuniversität. Heute ist es nämlich durch moderne molekularbiologische Methoden möglich, mit großer Wahrscheinlichkeit vorherzusagen, ob sich ein Genitale, das operativ in eine Richtung korrigiert wurde, in der Pubertät auch tatsächlich in dieser Form als männlich oder weiblich entwickelt.

Das Gesetz als Hemmschuh

Ein weiterer wichtiger Punkt ist für den chirurgisch tätigen Kinderurologen der juridische Aspekt, da der Arzt, der eine Operation durchführt, nach schadenersatzrechtlichen Bestimmungen für den Eingriff haftet. Das ist deshalb von Bedeutung, weil die Operation in der Regel zu einem Zeitpunkt stattfindet, in dem der Punkt der Selbstbestimmung nahezu ausgeschlossen ist und eben die Fremd-bestimmung durch die Eltern dominiert. Damit ein derartiger Eingriff rechtlich als Heilbehandlung angesehen wird, ist es von entscheidender Wichtigkeit, die Unsicherheit hinsichtlich der Entwicklung der geschlechtlichen Identität so gering wie möglich zu halten. Fehlt diese relative Sicherheit, könnte es dazu kommen, dass sich kaum mehr ein Kinderurologe findet, der einschlägige Operationen an Patienten vornimmt, die (noch) nicht selbstbestimmungsfähig sind.


Statements von Univ.-Prof. Dr. Christian Radmayr, Leiter der Abteilung für Kinderurologie an der Innsbrucker Universitätsklinik für Urologie:

„Der Operateur sollte unmittelbar nach der Geburt eines Intersexen in die Beratung der Eltern mit einbezogen werden.“

„Sollten vorhandene Mutationen dem intersexuellen Erscheinungsbild zugrunde liegen, kann eine entsprechende Untersuchung mehrerer Familienmitglieder erfolgen und vorsorglich eine hinreichende genetische Beratung durchgeführt werden.“

„Die Zentren und die dort tätigen Ärzte müssen selbstverständlich einer ständigen Qualitätskontrolle unterzogen werden.“



Jedesmal wenn ich wieder solche Kommentare von Dr. R. lese fällt mir dieses kleine Mädchen ein, dass mit mir das Zimmer in der Kinderurologie damals teilte, und wie es die ganze Nacht vor lauter Schmerzen leise durchwimmerte. Muss das wirklich sein? Wie kann man einem Kind so etwas antun? Österreich befindet sich immer noch im Mittelalter.

Montag, 16. Mai 2005

Microschrott

Ich war ja eigentlich noch nie ein Fan von der MSN Suche, aber heute habe ich sie auch mal versucht. Das Tolle daran: MSN entscheidet, welche Inhalte mir zugemutet werden können und welche nicht!
Auf das Suchwort "Intersex" liefert MSN unter folgender Begründung keine Suchergebnisse:

Sie haben einen Suchbegriff eingegeben, der möglicherweise Inhalte für Erwachsene zurückgibt.
Diese Inhalte werden auf der MSN Suche derzeit nicht angezeigt.
MSN Ratgeber - Jugendschutz
Hier erhalten Sie weitere Informationen zum Jugendschutz auf MSN


Was soll ich da noch sagen? Nur weil einige sehr dumme und unwissende Menschen, das Wörtchen Intersex als "Internet - Sex" verstehen, schützt Microsoft seine Nutzer vor potentiell anstößigen Seiten die falsche Begrifflichkeiten verwenden!

Die Tragik der ganzen Geschichte ist ja allerding, dass MSN zum Beispiel bei der Suchanfrage nach "Sex mit Minderjährigen" oder anderen Perversitäten sehr wohl Massen von Ergebnissen liefert!
Wo bitte soll das noch hinführen?

Montag, 21. März 2005

Vorteil

Ein Vorteil, wenn man intersexuell ist könnte sein, dass ich eine Menge Leute in großen Städten kenne. ;)
Ist doch gut nicht?

Donnerstag, 10. März 2005

Worte eines Kastrators....

Ich bin wütend, wütend, wütend und nochmals wütend.
Soeben habe ich eine Äußerung meines Arztes, der mich mit 11 kastriert hat, gelesen.


"Von den 80.000 Kindern, die in Österreich jährlich geboren werden, betrifft das etwa 25", weiß Univ.-Prof. Dr. Christian Radmayr, Leiter der Abteilung für KinderUrologie an der Innsbrucker Medizin-Universität. Intersexualtität hat mehrere Gesichter: Da gibt es beispielsweise Buben (sehr wohl mit XY Chromosomen), bei denen sich der Hoden vielleicht im Bauchraum befindet, der Hodensack ausschaut wie große Schamlippen und der Penis sehr, sehr klein und eingewachsen ist und mit einer vergrößerten Klitoris verwechselt werden könnte. Schuld daran kann ein Enzymdefekt sein, auf Grund dessen Betroffene bis zur Pubertät zu wenig wirksames Testosteron bilden. "Ab der Pubertät aber wird das männliche Hormon über längere Zeit ausreichend gebildet, es findet eine Vermännlichung statt."


Es gibt aber auch Intersexen, die genetisch Männer sind, wohl auch Hoden haben, aber keinen Penis, dafür einen wohlgeformten weiblichen Busen, aber keine Gebärmutter (testikuläre Feminisierung). Wildt: "Diese Menschen empfinden weiblich, die Hoden produzieren auch Testosteron, aber das ist nicht wirksam."


Dann gibt es Mädchen (mit XX-Chromosomen), die mit einem in männliche Richtung entwickeltem äußeren Genital geboren werden. Radmayr: "Dabei handelt es sich um einen angeborenen Enzymdefekt in den Nebennieren, der auch zu einem Salzverlust führt, der tödlich enden kann."


Daher sei rechtzeitige Diagnose und Therapie in diesen Fällen sogar lebensrettend. Aber auch wo keine Lebensgefahr besteht, ist eine Therapie ungeheuer wichtig: "Denn es ist schon sehr, sehr schlimm, wenn man als Bub geboren und als Mädchen großgezogen wird." Wie es bei Erik(A) passiert ist. Was heute kaum mehr passiert: dass intersexuelle Kinder nicht erkannt werden.


Die Therapie reicht von hormoneller Behandlung bis zu chirurgischen Wiederherstellung. "Chirurgisch ist man heute in der Lage, ein primär nicht vollkommen entwickeltes äußeres Genitale in die männliche oder weibliche Richtung zu rekonstruieren", schildert Radmayr. Moderne molekularbiologische Methoden machen es zudem möglich, mit großer Wahrscheinlichkeit vorherzusagen, ob sich ein Genitale, das operativ korrigiert wurde, in der Pubertät auch tatsächlich als männlich oder weiblich entwickelt.


"Sehr wichtig ist auch", so Radmayr, "dass Intersexen von erfahrenen Spezialistenteams betreut werden. Dazu gehören Pädiater, Kinder-Endokrinologen, Genetiker, Kinder-Urologen, -chirurgen, -psychologen, -gynäkologen, Sexualmediziner und andere."
(vlg. http://www.diepresse.at/Artikel.aspx?channel=r&ressort=rw&id=466103)

Aufgrund seines doch so fürsorglichen Spezialteams habe ich ein Kindheitstrauma.
So denkt also die medizinische Welt über Intersexualität in Österreich und dieser Dr. R. gilt als Koryphäe, wenn es um die Verstümmelung von kleinen Kinder geht.
Wie nennt man so einen Menschen? Inhumaner Schlachter?

Jetzt werde ich mal die Säbel wetzen gehen und meine Kampfausrüstung anziehen. Ich weiß nicht, wie lange ich da noch zusehen will.

Einzelgängertum und sich der eigene Alpha Wolf sein.

Vor zwei Tagen habe ich mit einer Momesexuellen über, das unter uns anscheinend weit verbreitete, "one solider army" - Syndrom gesprochen.

Auch ich gehöre zu diesen einzelgängerischen Wölfen (nicht, dass ich es nicht gern wäre) und ich hab mir mal Gedanken gemacht, was die Gründe dafür sind.

Soweit ich mich erinnern kann, bin ich schon im Kindergarten ein ziemlicher Einzelgänger gewesen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit meinen Hausschuhen über den Parkett schlitterte und Eislaufen spielte. Die Kindergartentante kommt und sagt: "Jetzt spiel doch mal mit den anderen Kindern!" Warum sollte ich? Ich hab ja meinen größten Spaß, wenn ich alleine spiele.
HMMM. Ich hab im Kindergarten nur einmal Puppen gespielt. Da hab ich mich aber dann so ertappt gefühlt, dass ich es nie wieder getan habe.
Am liebsten bin ich eigentlich in der Bücherecke gesessen oder habe Puzzles gelöst.
Ich bin ein ziemlicher Eigenbrötler, soweit ich das beurteilen kann.
Zwar habe ich viele Freunde, mit denen ich jedes Wochenende auf den Putz haue, aber am liebsten bin ich für mich allein. Genauso ist es mit Beziehungen. Ich fühl mich eingeengt und unwohl, hab das Gefühl einen Klotz am Bein zu haben. Trotzdem sehne ich mich oft nach diesem Klotz und wenn ich ihn habe schau ich, dass ich ihn schnell wieder loswerde.

Vielleicht hab ich misanthropische Züge, aber ein Menschenhasser bin ich trotzdem nicht. Ich liebe die Einsamkeit, denn dann bin ich für mich und kann sinnieren und mir über das Nichts Gedanken machen. Ganz offen und ehrlich: Ich bin ein ganz komischer Kauz, aber ich stelle nicht den alleinigen Anspruch auf das "Komischmenschleinsein". Ich kenne genügend andere Leute die noch komischer sind!

Und die Moral von der Geschicht, Einzelgänger ist man oder nicht.
Für meinen speziellen Fall. Im Kindergarten wollte ich mit den Jungen spielen und durfte nicht, weil ich ein Mädchen war. Mit den Mädchen wollte ich aber nicht spielen, weil ich Puppen hasste.
Also spielte ich alleine und auch heute spiele und kämpfe ich noch immer am liebste alleine.

Naja, heute lassen mich die Männer mitspielen, sind aber immer ganz vorsichtig, weil ich doch ne Frau bin.

Samstag, 5. März 2005

Was eigentlich zählt...

Wichtig:
+ Freude am Leben
+ Freunde
+ Sonne
+ gute Gespräche
+ blindes Vertrauen
+ ein Lächeln, dass von Herzen kommt
+ gute Musik um das ganze um 1235 zu potenzieren
+ eine Umarmung
+ Wärme
+ Alkohol du Nikotin
+ sagen können, dass man sich und andere lieb hat
+ 5 € in der Geldtasche

Unwichtig:
-der ganze Rest

Warum ich die letzte Zeit so wenig schreibe? Es geht mir zu gut, als das ich mich mit mir selbst auseinandersetzten müsste. Ich bin dabei, das Leben wieder einmal neu zu entdecken. Ist das nicht schön? Das Leben ist wie eine Welle – und ich surfe im Tunnel.

Living Intersex?!

Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!

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Gez. Schlepp (die sich gerne mal mit fremden Federn...
schlepp - 26. Mrz, 20:40
Aufrecht.
Irgendwann wurde es einfach langweilig intersexuell...
interlife - 24. Mrz, 20:14

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