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Donnerstag, 10. März 2005

Einzelgängertum und sich der eigene Alpha Wolf sein.

Vor zwei Tagen habe ich mit einer Momesexuellen über, das unter uns anscheinend weit verbreitete, "one solider army" - Syndrom gesprochen.

Auch ich gehöre zu diesen einzelgängerischen Wölfen (nicht, dass ich es nicht gern wäre) und ich hab mir mal Gedanken gemacht, was die Gründe dafür sind.

Soweit ich mich erinnern kann, bin ich schon im Kindergarten ein ziemlicher Einzelgänger gewesen. Ich kann mich noch erinnern, wie ich mit meinen Hausschuhen über den Parkett schlitterte und Eislaufen spielte. Die Kindergartentante kommt und sagt: "Jetzt spiel doch mal mit den anderen Kindern!" Warum sollte ich? Ich hab ja meinen größten Spaß, wenn ich alleine spiele.
HMMM. Ich hab im Kindergarten nur einmal Puppen gespielt. Da hab ich mich aber dann so ertappt gefühlt, dass ich es nie wieder getan habe.
Am liebsten bin ich eigentlich in der Bücherecke gesessen oder habe Puzzles gelöst.
Ich bin ein ziemlicher Eigenbrötler, soweit ich das beurteilen kann.
Zwar habe ich viele Freunde, mit denen ich jedes Wochenende auf den Putz haue, aber am liebsten bin ich für mich allein. Genauso ist es mit Beziehungen. Ich fühl mich eingeengt und unwohl, hab das Gefühl einen Klotz am Bein zu haben. Trotzdem sehne ich mich oft nach diesem Klotz und wenn ich ihn habe schau ich, dass ich ihn schnell wieder loswerde.

Vielleicht hab ich misanthropische Züge, aber ein Menschenhasser bin ich trotzdem nicht. Ich liebe die Einsamkeit, denn dann bin ich für mich und kann sinnieren und mir über das Nichts Gedanken machen. Ganz offen und ehrlich: Ich bin ein ganz komischer Kauz, aber ich stelle nicht den alleinigen Anspruch auf das "Komischmenschleinsein". Ich kenne genügend andere Leute die noch komischer sind!

Und die Moral von der Geschicht, Einzelgänger ist man oder nicht.
Für meinen speziellen Fall. Im Kindergarten wollte ich mit den Jungen spielen und durfte nicht, weil ich ein Mädchen war. Mit den Mädchen wollte ich aber nicht spielen, weil ich Puppen hasste.
Also spielte ich alleine und auch heute spiele und kämpfe ich noch immer am liebste alleine.

Naja, heute lassen mich die Männer mitspielen, sind aber immer ganz vorsichtig, weil ich doch ne Frau bin.

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mohnblume1 - 10. Mrz, 13:28

... oder nenn es einfach Pause machen.

In meiner Jugendzeit reizten mich weder Puppen, noch Fussbaelle. Ich fand mich oft, alleine, oft im Wald unter Baeumen traemend, hab mir Schloesser ausgedacht, schoene Welten, in denen ich mich wohl fuehlte ... Nicht dass ich mich von anderen absonderte. Ich fand durchaus auch meine Rolle, bei Jungen wie bei Maedchen. Beide gehoerten damals in meine Welt. Aber ich brauchte die Einsamkeit ebenso.

Und ich brauche sie auch heute. Warum findet man mich nachts oft im Internet? Es ist meine ganz persoenliche Zeit, die mir zur Verfuegung steht. Ich hab keine Problem mit Menschen, komm mit ihnen gut zurecht. Aber ich brauch genau so meine Pausen. Die nehm ich mir! So sehe ich mich nicht als Einzelgaengerin, denn eher als ein Mensch, der oft Pausen braucht, um die Gedanken neu zu formen um mit denen dann nach aussen zu gehen. Andere zu sammeln, um sie dann im eigenen Kaemmerlein auszuwerten und neu zu ordnen.

Ist was falsch daran? Es ist meine Weise zu leben. Es ist fuer mich die richtige Art, noch muss ich mich rechtfertigen.

marienkäfer - 10. Mrz, 14:31

Gemeinsam einsam

Irgendwie scheinst du mir aus der Seele zu sprechen.
Wie oft bin ich einsam und finde das gar nicht so schlimm.
Wie oft bin ich in Gesellschaft und amüsiere mich, wünsche mir dann aber wieder meine Ruhe.
Wie oft denke ich nach einem Treffen mit Freunden, dass es schön war aber nicht allzu oft nötig ist.
Wie gerne gehe ich allein spazieren, genieße die Stille, den Wald, das Plätschern des Baches, die Vögel, in deren Nestern absolute Betriebsamkeit herrscht ...
ICH BIN EIN EINZELGÄNGER!

Aber ich war nicht immer so. Ich erinnere mich an eine wunderbare Situation, als noch keine Hemmungen da waren. Als ich mich auch unter Menschen wohlfühlte.
Ich saß mit meiner Schwester im Bus. WIr waren maximal 5 Jahre alt. Der Busfahrer war ganz nett. Wir albern rum. Rufen durch den Bus, daß er das Sandmännchen anmacht, was im Radio kommen sollte. Kichern um die Wette. Rufen Licht aus, Licht an, Licht aus ... Die ganze Mannschaft im Bus ist amüsiert über unsere Unbeschwertheit, unsere Fröhlichkeit und gackert fröhlich mit.

elektra - 11. Mrz, 14:02

willkommen ...

... im club

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