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Donnerstag, 18. Januar 2007

Tagesresüme (Ode an die Banalität)

Ganz stolz habe ich mich heute Morgen um 10 vor 7 aus dem Bett gewälzt und hab mich im Eiltempo im Badezimmer saniert. Zum Frühstück gab es einen halben Liter Wasser und eine Banane, so wie jeden Werktag (von allem anderen wird mir ja schlecht).
Um 20 nach 7 bin ich auf den Bus gehetzt und verbrachte 20 Minuten schlafend und röchelnd.
Um 10 vor 8 die erste Zigarette des Tages und nette Gespräche mit Studienkollegen.
Um 8 war es dann soweit. Träge betätigte ich den Start-Knopf des PCs in der Bibliothek und Schwubdiwub war die Supermaschine auch schon hochgefahren. Die folgenden Stunden verbrachte ich mit dem Schreiben meiner Diplomarbeit, was heute eine echte Überwindung war. Zwischendurch motivierte ich mich mit Kaffee, Nikotin, Schokolade und Sudoku. So wurden es heute leider nur 14 Seiten. Am Nachmittag dann nochmals weiterschreiben. Ich traf einen ehemaligen Studienkollegen, der mit mir die Telefonnummern austauschen wollte. Der Vorwand "kann ich dir meine Telefonnummer geben, damit du sie an einen anderen weiterleitest, aber nur wenn du mir deine gibst" war einfach zu offensichtlich, aber auch so typisch und eigentlich recht amüsant. Aber recht so, ich mag ihn wirklich und wir haben das ganze vergangene Jahr gemeinsam sympatisiert, aber wie das mal so mit Weicheiern ist: Große Sprüche, aber keine Taten.
Um halb Vier hatte ich noch eine Nachhilfeschülerin, zuvor musste ich aber Essen fassen und so besorgte ich mir einen Dürüm beim besten Türken der Stadt (ein Perversling (Macht grauslige witze über seine weiße Soße), aber er hat das Dönertier so was von im Griff!). Am Abend musste ich dann mit meiner Mutter eine Falsche Proseko entlehren. "Mut ansaufen!" lautete die Devise. Meine Mutter hat panisch Angst vor Herrn Kyrill. Ich find es ganz amüsant, denn bisher geht kein einziges Windchen!
Und jetzt bin ich besoffen, spiele noch eine Stunde Gitarre und lege mich dann schlafen, denn morgen ist ein neuer Tag und hoffentlich ist er wieder so erfüllt wie heute. Ich mag gefüllte Tage, da schläft man am Abend so befriedigt ein. Apropo befriedigt: Mein Testosteron ist alle, aber meine Geilheit ist immer noch nicht gebändigt. (Ob das der Telefonnummerntauscher wohl mitbekommen hat?)

Ich entschuldige mich für diesen banalen Beitrag, aber mir war heute einfach danach.

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bedani (Gast) - 19. Jan, 20:55

so etwas wunderbar unbanales habe ich schon lange nicht mehr gelesen ... 'nur' 14 seiten am tag (angeberin!), telefonnummerntauschende weicheier, weisse sauce und dönertier, eine flasche prosecco, mister kyrill, geilheit ... DAS PRALLE LEBEN! mit trockenem humor (meine lieblingsmarke) geschrieben ... :)
lieber gruss bedani

interlife - 22. Jan, 20:43

ja, nur 14 seiten, ich wollte 20. wenn man eingelesen ist, stellt das schreiben der arbeit keine schwierigkeit mehr dar. so ist das eben mit mir. sicher keine angeberei.

wäre es das pralle leben hätte ich dazwischen ein paar wache momente gehabt und es würde sich diese realität nicht wie ein tagtraum anfühlen, an den ich mich heute nur noch als eine vernebelnde erinnerun wahrnehme. so, als wäre ich gerade erwacht und würde schon vergessen, was letzte nacht in meinen träumen passiert ist.
Kennst du wenn, wenn das interessiert (Gast) - 24. Jan, 20:10

Mein Gott, ist doch egal wie viel Seiten jemand schreibt, so ich schrieb mal für jemanden eine Dissertation mit 450 Seiten und habe 13 Tage dafür benötigt.
interlife - 24. Jan, 21:21

ne kenn ich nicht, aber wen interessiert es?

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