Diagnose: F40.2 - Arztphobie
Es ist doch immer wieder das selbe:
Morgens wachte ich auf und mein Kreislauf blieb einfach liegen. Schwindel, Übelkeit und Bauchschmerzen. Kopfschmerzen und pochende Zahnschmerzen: Interlife hat einen Arzttermin und auch wenn ich nicht festgeschnallt werde und 20 Ärzte an mir herumfummeln sterbe ich jedes Mals fast vor Anst. Auch wenn ich nur ein Rezept abhole und noch eine viertel Stunde Mitamnesiere.
Den Vormittag verbrachte ich zum Großteil damit, dass ich in die Kloschüssel starte und krampfhaft würgte was das Zeug hält. Aber das brachte auch nicht. Ich musste heute einfach nach Bregenz fahren. Ach, wie ich Bregenz hasse... dieses ganze Wasser im See und diese Wasservögel und diese Seepromenade und diese geordneten und gepflegten Pflanzen an der Seepromenade. Nein, Bregenz ist kein Ort an dem ich mich Wohlfüllen könnte. Bregenz ist nicht authentisch sondern fein rausgeputzt und falsch. Und egal wie sauber sie ihre Promenade auch machen: Obdachlose, die nachmittags um zwei sturzbetrunken auf der Straße singen gibt es da auch. Da ist mir das weniger gepflegte Reichenfeld mit der musikalischen Horroruntermalung des Konservatoriums tausendmal lieber. Da gibt's aich keine Bäume und Pflänzchen in Rei und Glied und vor allem gibt es keinen See.
So, wo war ich... ach ja, ich wollte von meinem Besuch bei Dr. V. erzählen.
Ich hab eine riesen Tube Östrogel bekommen. Estrogel nennt sich das Zeug und es schwindelt keinen Zyklus vor. Trotzdem scheint es mir, dass es Medizinern im allgemeinen an Weitblick mangelt. Auch heute musste ich wieder klarstellen, weshalb Östrogen bei mir nicht wirklich wirken kann und weshalb Testosteron doch so wunderbar ist. Scheinbar hat kein einziger Arzt in Endokrinologie so richtig aufgepasst. Ist ja auch wirklich staubtrocken und kompliziert wie die Sau, aber dafür hat er ja mich, die ihn immer wieder unterbricht und ihn verbessert.
Aber so wirklich frech bin ich noch nicht. Meine Arztphobie ist einfach nicht zu überwinden und auch heute hat sie mir wieder gezeigt, wie tief diese Ängste, die vor allem aus den .enschenverachtenden Untersuchungen in meiner Kindheit resultieren, sitzen und mein Unterbewusstsein fest unter Kontrolle halten. Aber über kurz oder lang kann das so nicht weitergehen. Ich werde mir jetzt Arztserien bis zum Abwinken reinziehen und diese Angst so versuchen zu überwinden. Erfolg garantiert.
Hoffentlich startet die Studie fürs Testosteron bald, dann bekomme ich endlich was mir zusteht.
Eine Knochendichtsuntersuchung habe ich heute auch noch aufgedrückt bekommen um schöne vorher/nachher Werte zu bekommen. Also diesmal zum Radiologen und versuchen die Arztphobie zu überwinden. Der Zahnarzt wäre auch schon längst überfällig. Mein eitender Weißheitszahn ist nicht mehr auszuhalten, aber wenn ich nur schon daran denke.... WUAAA, obwohl, die wollen ja nur in den Mund schauen, das ist ja noch erträglich.
Interessant war auch, wie ich mich heute veränderte. Vollkommen gebückt und zurückhaltend begegnete ich heute den Menschen. Grüßen auf der Straße funktionierte schon gar nicht, denn meine Stimme versagte ständig. Zwar bewegten sich meine Lippen, aber es kam kein Ton heraus. So gab ich das Grüßen irgenwann auf und rannte mit grimmiger Miene durch die Gegend.
Seltsam, was alles mit einem passieren kann und wie schlecht ich solche Situationen kontrollieren kann. Ich verliere die Kontrolle und falle in alte Verhaltensmuster zurück, dich auf Östrogen früher oft zeigte. Hoffentlich ist das mit diesem Präperat nicht so und wenn doch werde ich es sofort absetzten. Vielleicht ist diese Demutshaltung aber auch typisch weiblich? (man erschlage mich) Irgendwo in Psychologie habe ich das doch mal gehört. Aber egal, ab morgen wird wieder geschmiert und falls ich zur verweichlichten Supertussie mutiere werde ich das Zeug einfach absetzten.
Das Herz pocht noch immer wie wild und auch der Rest des Körpers pocht und schmerzt. So an Schaß! Das war ein wirklich hartet Tag für mich. Was nun?
Morgens wachte ich auf und mein Kreislauf blieb einfach liegen. Schwindel, Übelkeit und Bauchschmerzen. Kopfschmerzen und pochende Zahnschmerzen: Interlife hat einen Arzttermin und auch wenn ich nicht festgeschnallt werde und 20 Ärzte an mir herumfummeln sterbe ich jedes Mals fast vor Anst. Auch wenn ich nur ein Rezept abhole und noch eine viertel Stunde Mitamnesiere.
Den Vormittag verbrachte ich zum Großteil damit, dass ich in die Kloschüssel starte und krampfhaft würgte was das Zeug hält. Aber das brachte auch nicht. Ich musste heute einfach nach Bregenz fahren. Ach, wie ich Bregenz hasse... dieses ganze Wasser im See und diese Wasservögel und diese Seepromenade und diese geordneten und gepflegten Pflanzen an der Seepromenade. Nein, Bregenz ist kein Ort an dem ich mich Wohlfüllen könnte. Bregenz ist nicht authentisch sondern fein rausgeputzt und falsch. Und egal wie sauber sie ihre Promenade auch machen: Obdachlose, die nachmittags um zwei sturzbetrunken auf der Straße singen gibt es da auch. Da ist mir das weniger gepflegte Reichenfeld mit der musikalischen Horroruntermalung des Konservatoriums tausendmal lieber. Da gibt's aich keine Bäume und Pflänzchen in Rei und Glied und vor allem gibt es keinen See.
So, wo war ich... ach ja, ich wollte von meinem Besuch bei Dr. V. erzählen.
Ich hab eine riesen Tube Östrogel bekommen. Estrogel nennt sich das Zeug und es schwindelt keinen Zyklus vor. Trotzdem scheint es mir, dass es Medizinern im allgemeinen an Weitblick mangelt. Auch heute musste ich wieder klarstellen, weshalb Östrogen bei mir nicht wirklich wirken kann und weshalb Testosteron doch so wunderbar ist. Scheinbar hat kein einziger Arzt in Endokrinologie so richtig aufgepasst. Ist ja auch wirklich staubtrocken und kompliziert wie die Sau, aber dafür hat er ja mich, die ihn immer wieder unterbricht und ihn verbessert.
Aber so wirklich frech bin ich noch nicht. Meine Arztphobie ist einfach nicht zu überwinden und auch heute hat sie mir wieder gezeigt, wie tief diese Ängste, die vor allem aus den .enschenverachtenden Untersuchungen in meiner Kindheit resultieren, sitzen und mein Unterbewusstsein fest unter Kontrolle halten. Aber über kurz oder lang kann das so nicht weitergehen. Ich werde mir jetzt Arztserien bis zum Abwinken reinziehen und diese Angst so versuchen zu überwinden. Erfolg garantiert.
Hoffentlich startet die Studie fürs Testosteron bald, dann bekomme ich endlich was mir zusteht.
Eine Knochendichtsuntersuchung habe ich heute auch noch aufgedrückt bekommen um schöne vorher/nachher Werte zu bekommen. Also diesmal zum Radiologen und versuchen die Arztphobie zu überwinden. Der Zahnarzt wäre auch schon längst überfällig. Mein eitender Weißheitszahn ist nicht mehr auszuhalten, aber wenn ich nur schon daran denke.... WUAAA, obwohl, die wollen ja nur in den Mund schauen, das ist ja noch erträglich.
Interessant war auch, wie ich mich heute veränderte. Vollkommen gebückt und zurückhaltend begegnete ich heute den Menschen. Grüßen auf der Straße funktionierte schon gar nicht, denn meine Stimme versagte ständig. Zwar bewegten sich meine Lippen, aber es kam kein Ton heraus. So gab ich das Grüßen irgenwann auf und rannte mit grimmiger Miene durch die Gegend.
Seltsam, was alles mit einem passieren kann und wie schlecht ich solche Situationen kontrollieren kann. Ich verliere die Kontrolle und falle in alte Verhaltensmuster zurück, dich auf Östrogen früher oft zeigte. Hoffentlich ist das mit diesem Präperat nicht so und wenn doch werde ich es sofort absetzten. Vielleicht ist diese Demutshaltung aber auch typisch weiblich? (man erschlage mich) Irgendwo in Psychologie habe ich das doch mal gehört. Aber egal, ab morgen wird wieder geschmiert und falls ich zur verweichlichten Supertussie mutiere werde ich das Zeug einfach absetzten.
Das Herz pocht noch immer wie wild und auch der Rest des Körpers pocht und schmerzt. So an Schaß! Das war ein wirklich hartet Tag für mich. Was nun?
interlife - 16. Okt, 17:36
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