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Freitag, 7. Juli 2006

Resumé

Wieder sind zwei Semester um und ich kann getrost zurückschauen und sagen, dass ich in diesem Jahr wirklich viel dazugelernt habe. Nicht nur grundlegende pädagogische und didaktische Sachkompetenzen, nein auch wirklich was zum Leben.

Ich habe gelernt, was Erziehung und guter Unterricht bedeuted. Wie er zu funktionieren hat und wie ich ihn anwende. Meine Professoren haben versucht mir ein Werkzeug in die Hand zu geben, mit dem ich gut durch den Schulalltag komme und ich habe es dankend angenommen.
Doch dann erkannte ich, dass dieses Werkzeug nichts taugt, gar nichts.
Die Realität war eine andere. Sie war grausam und brutal und ich kam richtig zu Welt.
Gleichzeitig begann ich die Ursachen dieser Realität zu erforschen und erkannte bald, dass es nicht das Werkzeug war, das nicht funktionierte, denn eine zerklopfte Schraube kann mit keinem Zieher gezogen werden. Egal wie teuer und hoch technologisiert er auch ist.
Ich würde gerne den Kindern die Schuld für mein Versagen geben, aber Kinder können nichts dafür. Sie sind unschuldig und nur das Produkt eines marroden Schulsystems, dass von unserer Regierung immer noch als das Non plus Ultra verteidigt wird.
Es fehlt an Respekt und Wertschätzung. Der Erkenntnis, dass auch Schüler Menschen sind, egal wie dumm sie sich manchmal auch aufführen. Jedes Verhalten eines Menschen verfolgt ein Ziel. Das Ziel it es den Lehrer fertig zu machen. Wie kommt es zu diesem Ziel? Der Lehrer ist das Feindsymbol. Warum ein Feindsymbol? Der Lehrer hat macht über den Schüler, die er auch eiskalt ausnützt um sich in diesem autoritären System über den Jugendlichen oder das Kind zu erheben, da er selbst vom Schüler so gekränkt ist und die einzige Chance zu "gewinnen" in einem aussichtlosen Machtkampf sieht. Es ist ein Teufelskreis.

Das habe ich heuer erkannt und gelernt. Das und vieles anderes. Und es hat mir gezeigt, dass ich diesen Beruf nicht auf ewig ausüben kann. Nicht wegen den Schülern sondern wegen diesem kaputten Lehrerkolegium, dass einfach nicht auszuhalten ist. Ich will jetzt nicht Generalisieren, denn es gibt in Vorarlberg wirklich tolle Schulen mit tollen Lehrern und tollen Schülern, die wirklich tolle Konzepte und Projekte verfolgen, aber es gibt auch schwarze Schafe und ich hatte dieses Semester das Glück an einem solchen schwarzen Schaf zu praktizieren.
Ja, es war Glück! Aus meiner anfänglichen Resegnation ist eine Überzeugung geworden. Ich bin überzeugt, dass etwas zu ändern ist, dass man es nciht so hinnehmen muss, aber als einfacher Hauptschullehrer habe ich nicht wirklich die Möglichkeit großartig etwas zu verändern. Klar, in meiner Klasse, aber es wäre ungerecht den anderen gegenüber. Darum alle.
So, jetzt komm ich ins Faseln.

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bücherwurm - 8. Jul, 03:59

Zum Thema: Was Lehrer leisten müssen

Lehrer haben in einer liberalen Gesellschaft keinen leichten Job. Der ratlose Hilferuf einer Berliner Hauptschule, in der die Lehrer mit ihren aggressiven, lernunwilligen, des Deutschen oft kaum mächtigen Schülern nicht mehr zu Rande kommen, ist ein spektakulärer Ausdruck ihrer zunehmenden Probleme. Für den autoritären Pauker eines autoritären Zeitalters war da vieles einfacher. Wenn den Kindern kritikloser Gehorsam von früh an eingebleut wird, wenn strikte Hierarchien und weitgehend eindimensionale Wertesysteme in einem Land allgemein anerkannt sind - und dazu noch der Lehrplan zwar mehr humanistische Bildung als heute, aber weit weniger naturwissenschaftliche Kenntnisse verlangt -, ist es leichter, Unterricht zu machen.

Wer will, kann nun lange darüber philosophieren, ob jene verflossene Epoche eine gute alte oder schlechte tyrannische Zeit war. Sicher aber ist: Diese Zeit wird nicht zurückkommen. Eine moderne Gesellschaft kann sich keine blind gehorsame Jugend, keine unverrückbaren Hierarchien, keine einfach gestrickten Wertesysteme leisten. Will sie konkurrenzfähig bleiben, muß sie sich um selbstbewußten, urteilsfähigen Nachwuchs und um flexible Sozialstrukturen bemühen. Da Deutschland zudem aus demographischen Gründen auf Einwanderer gar nicht verzichten kann, müssen sich die Lehrer für die nächsten Jahrzehnte auf erhebliche Sprachprobleme und massive religiöse oder kulturelle Spannungen unter ihren Schülern einstellen.

Der Satz, der auf eine solche Feststellung in den öffentlichen Debatten üblicherweise folgt, lautet: Die Schule darf mit diesen Problemen nicht allein gelassen werden. Dieser Satz ist richtig und falsch zugleich. Natürlich können die Lehrer nicht allein die vielfältigen Probleme bewältigen, die durch Einwanderung und zunehmende Erziehungsmängel im Elternhaus verursacht werden. In unseren Gettos, die gern soziale Brennpunkte genannt werden, brauchen sie Unterstützung durch zusätzliche Sprachlehrer, Psychologen, Sozialarbeiter, die mit der spezifischen Situation der Schüler vertraut sind.

Andererseits aber sind Kindergärten und Schulen die wesentlichen staatlichen Institutionen, mit denen Einfluß auf Erziehung und Integration von Heranwachsenden genommen werden kann. Wenn uns Bildungsstand und Verhalten von Jugendlichen heute Sorgen machen, dann müssen Wirkung und Niveau dieser Institutionen verbessert werden. Die Ganztagsschule stand traditionell nicht auf der Wunschliste der Konservativen. Sie widerspricht ihrem Familienbild, in dem Erziehung weitgehend Privatsache ist. Doch wenn Kinder entweder vernachlässigt oder gar nicht erst geboren werden, weil viele Eltern immer weniger Zeit und Kraft für ihre Nachkommen erübrigen können oder wollen, dann wird die Schule neben einer intensiven Ausbildung zwangsläufig auch einen höheren Anteil der Erziehungsarbeit übernehmen müssen. Ohne Ganztagsschulen, wie sie in vielen Industrieländern üblich sind, wird das nicht möglich sein.

Die Pisa-Studie belegt, daß der Schulerfolg der Kinder hierzulande noch immer in zu hohem Maße vom Bildungsstand der Eltern abhängt. Nüchtern betrachtet bedeutet das: Die Schulen erfüllen ihren Ausbildungsauftrag nur teilweise und verlassen sich darauf, daß nachmittags im Elternhaus die Lücken aufgefüllt werden, die der Unterricht gelassen hat. Wenn die Eltern aber, weil sie Einwanderer sind, sprachliche Schwierigkeiten haben, mehr Zeit bei der Arbeit als zu Hause verbringen oder den Schulstoff selbst nicht beherrschen, dann haben ihre Kinder kaum eine Chance. Also werden sich auch die Lehrer künftig strengere Leistungskontrollen gefallen lassen müssen. Die Anforderungen an ihren Beruf sind, wie die an viele andere Berufe auch, deutlich gestiegen. Die Schule ist ein Dienstleistungsunternehmen, das den Steuerzahlern eine qualifizierte und vollständige Ausbildung der Kinder schuldig ist - und nicht Eltern stillschweigend zu Hilfslehrern manchen darf.

Ein Land, das immer weniger Kinder hat, kann es sich nicht leisten, die Kinder der Einwanderer zu vernachlässigen. An der Ganztagsschule als der zentralen staatlichen Institution, die für eine bessere Ausbildung und zugleich für höhere Integration sorgt, führt kein Weg vorbei. Das wird viel Geld kosten. Niemand weiß zur Zeit, woher dieses Geld kommen soll. Aber sicher ist: Je länger wir mit dieser Investition warten, desto größer wird die Zahl der Kinder, die ohne tauglichen Schulabschluß und damit ohne berufliche Perspektive bleiben. Und sicher ist auch: Ein Heer von Ungebildeten und Hoffnungslosen wird das Land bald schon viel mehr kosten als ein angemessen ausgestattetes Schulsystem.

interlife - 8. Jul, 10:31

nun ja, in stimme dir in jedem punkt zu, doch das fatale ist, dass sich der großteil der gesellschaft (lehrer, politiker, ...) gegen die ganztagsschule sträuben. was wäre denn das nur für eine zumutung, wenn ein lehrer jeden tag acht stunden in der schule zubringen müsste!

integration und sprachliche förderung:
ich und einige studienkollegen haben heuer untersucht, wie es um die sprachliche förderung von migrantenkindern steht, mit dem ergebniss, dass der lehrkörper mit der organisation und der struktur des förderunterrichts vollkommen zufrieden ist. allerdings ist der erfolg des förderunterrichts nicht befriedigend und eine struktur bzw. systhematisierung ist nicht erkennbar.
alle sprechen von integration, doch sind wir ehrlich: keiner will sie machen und es fehlt an einer sensibilisierung für diese problematik.

natürlich müssen die schulen immer häufiger erziehungsarbeit leisten, da die erziehungsberechtigten entweder alleinerziehend sind oder beide elternteile berufstätig. doch ist es überhaupt zweckmäßig, wenn eltern die erziehung ihrer spößlinge an eine institution abgeben und nicht mehr selber dafür sorgen, dass ihre kinder die regeln und werte unserers gesellschaftsystems erlernen?
es ist als lehrer doch ein recht schwieriges unterfangen einer klasse mit 25 schülern zu erziehen, wenn sie noch nie erzogen worden sind.

das beispiel der rütlischule ist für mich wie immer eine stark verzerrte darstellung. "migrantenkinder sind böse finger, die sich nicht erziehen lassen und eine gefahr für den lehrkörper und überhaupt für die gesellschaft (siehe paris) darstellen". diese botschaft wird uns von den medien vermittelt.

ich hatte es aber mit verwarlosten kindern zu tun, die ihre freizeit auf der straße verbringen. deren eltern drogenabhängig, gewaltätigt und sogar im knast sitzen. kinder, die von ihren eltern eines tages vor die tür gesetzt wurden, weil sie sie nicht mehr wollten und nun im kinderdorf leben. kinder, die so viel scheiße erlebt haben, dass es kein wunder ist, wenn sie durchdrehen.

die rütlischule als beispiel für die fehlgeschlagene integration von jugendlichen, deren eltern nicht deutscher herkunft sind, progagiert. diese kinder sind oftmals in deutschland groß geworden. würden sich selbst sogar als deutsche verstehen, wenn da nicht das problem mit den kulturen wäre. sie wissen nicht wo sie dazugehören, denn sie sind weder deutsche, denn so sehen sie nicht aus, noch türken, denn diese kultur kennen sie auch nur noch vom hören sagen, und es wird ihnen nicht wirklich leicht gemacht ihre eigenen identität zu finden. wenn wundert es wenn sie durchdrehen und sich gegen die authoritäten, die ihnen keine zukunft zu bieten haben, auflehnen.
wenigstens haben sich die rütli-schüler etwas dazuverdient, als ihnen die journalisten geld dafür gaben, dass sie sich mit steinen in der faust ablichten liesen.
bücherwurm - 8. Jul, 19:01

Wie Du richtig gehend geäußert hast, werden hier zwei Themen tangiert. Zum eine sollen Lehrinstitutionen nicht nur Bildung vermitteln, sondern zugleich als Erziehungsanstalten fungieren. Das Konzept der Ganztagsschulen mag zwar ganz gut sein, aber bleibt es bezahlbar? Die Lehrkörperanzahl müsst aufgestockt werden, es ist unzumutbar, dass mit der vorhandenen Anzahl von Lehrkräften eine Ganztagsschule realisiert werden kann. Welchen Lehrer ist es zumutbar von früh bis spät in den Nachmittag seine pädagogischen sowie erzieherischen Verpflichtungen nachzugehen und gerecht zu werden? M. E. es wird dann eine sukzessive Stagnation in der qualitativen Vermittlung von Lehrstoff stattfinden, so lange die Anzahl der Lehrkörper nicht aufgestockt wird. Dies wiederum würde zu mehr Arbeitsplätzen an den Schulen führen, daraus folgt, dass eine qualitative Vermittlung von Wissen aufrechterhalten werden kann. Ein quantitatives Bildungssystem verschlechtere nur die Leistung der Schüler und deren spätere Qualifikation.

Im Konnex steht, es ist und bleibt ein kaum zu lösendes Problem, auf der einen Seite steigt die Zahl der zu integrierenden Kinder stetig an, auf der anderen Seite haben deren Eltern nicht das Vermögen bzw. die Zeit sich um die ausreichende Erziehung ihrer Sprössling zu kümmern.

An dieser Stelle komme ich zu einem weiteren Zusammenhang, der Anstieg von Immigranten und Einwanderern kommt ja nicht von ungefähr.

Schlagwort: Die Angst vor dem Kinde

Die Menschen, hat der Philosoph Peter Sloterdijk mal gesagt, lebten, als seien sie die letzten ihrer Art auf der Welt; sie übernähmen keine Verantwortung mehr
für das, was komme. Seine Schlussfolgerung: Wer so lebe, als sei seine Generation die letzte, der müsse wieder lernen, Mittler zwischen Vorfahren und Nachkommen
zu werden. Oder, weniger philosophisch: Leute, glaubt an morgen, kriegt Kinder. Die Deutschen, so scheint es, empfinden sich weit mehr als andere Nationen als "letzte Menschen" und tun alles dafür, es auch zu werden. Neue Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung in Deutschland zeigen einen noch drastischeren Rückgang, als es selbst Pessimistischen erwartet hatten: Um knapp vier Prozent ist
die Geburtenrate laut mehrerer aktueller Prognosen im vergangenen Jahr gesunken; mit 8,7 Babys pro 1000 Einwohner steht Deutschland damit an letzter Stelle in Europa. Das ist eine Bankrotterklärung für die Politik, die das Thema "demografische Entwicklung" neu entdeckt, in den Begriff "Familienpolitik" übersetzt und weit oben auf ihrer Agenda positioniert hat. Denn die reinen Zahlen belegen besser als alle Umfragen unter Kinderlosen oder Untersuchungen über Defizite in der Betreuung, dass zunehmend weniger Deutsche ein Leben mit Kindern riskieren wollen.

Die Entwicklung der letzten Jahrzehnte zeigt auch, dass immer dann besonders wenige Kinder geboren wurden, wenn die Zukunftsangst besonders groß war.
Als zum Beispiel die DDR gerade zerfallen war und blühende Landschaften auf sich warten ließen, lag die Geburtenrate in Ostdeutschland so tief wie nie zuvor. Die Babyboomer in Westdeutschland wiederum wurden in einem Jahrzehnt gezeugt, als alles möglich war und der individuelle Wohlstand ein Lebensversprechen der jungen Demokratie zu sein schien.

Heute sind die Deutschen so reich wie nie, aber der gefühlte Wohlstand geht zurück. "The german angst", wie Amerikaner die deutsche Grundstimmung ein wenig höhnisch nennen, verstärkt sich, in wie weit dies auf die Schweiz bzw. Österreich übertragbar ist obliegt mir nicht zu beurteilen, es geht viel mehr um die aktuelle Mentalität. Und wer hat, der will behalten; der letzte Mensch, um bei Sloterdijk zu bleiben, klammert sich an seiner Saturiertheit und seiner Sicherheit fest wie an einem Rettungsring.

Kinder passen nicht in dieses Szenario; sie sind Risikofaktoren, sie kosten Geld, sie kosten Zeit, sie brauchen Stabilität. Sie brauchen Zuversicht und bedeuten Verzicht. Zuversicht und Verzicht aber sind nicht in Mode. Und, was die Sache noch komplizierter macht, Bevölkerungsrückgang, Wohlstand und Zukunftsangst bedienen einander. Beim Wirtschaftswachstum liegt Deutschland im europäischen Vergleich auf einem der hintersten Plätze. Und die OECD prognostiziert, dass die Wachstumsrate bei sinkender Geburtenrate in Deutschland in 20 Jahren nur knapp über null liegen wird. Denn wo keine Kinder geboren werden, da werden aus Kindern auch keine Arbeitskräfte, welche die Wirtschaft am Laufen halten. Diese Rechnung ist banal, das Ergebnis desaströs: Die Deutschen, die zur Wohlstandswahrung eine Gegenwart ohne Kinder bevorzugen, gehen in eine Zukunft ohne Wohlstand.
Wer deutsche Arbeitnehmer danach fragt, wovor sie sich am meisten fürchten, hört als Antwort: Jobverlust. Kein Wunder, selbst Unternehmen mit steigenden Gewinnen entlassen viele Menschen; sie rufen also jene Angst mit hervor, deren Folgen ihnen eines Tages das Überleben schwer machen werden. Da wirkt es nachgerade zynisch, wenn Programme für Familienfreundlichkeit im Betrieb aufgelegt werden, während gleichzeitig das Fundament erodiert, auf dem Arbeitnehmer ihre Zukunft planen könnten. Wer nicht weiß, ob er bald schon von 345 Euro ALG II plus Wohngeld leben muss, der überlegt sich zweimal, ob er Kinder in die Welt setzt. Umgekehrt ist es nach wie vor so, dass Kinder ein "messbares Hindernis für den beruflichen Aufstieg" sind, wie die Bertelsmann-Stiftung gerade in einer Studie über Mütter in Führungspositionen herausgefunden hat. Also zögern auch jene, die nicht vom Abstieg albträumen, sondern vom Aufstieg träumen, bei dem Gedanken, sich mit Nachwuchs zu belasten.

Was Politik und Verwaltung beitragen können, um die Situation zu verbessern, ist nur ein sehr kleiner Baustein für das Haus, in dem die deutsche Großfamilie der Zukunft wohnen soll. Jedoch: Wenn dieser Baustein fehlt, stürzt das Haus umso früher ein. Moralische Appelle führen hingegen nirgendwohin: Wer einem erfolgreichen Single sagt, er solle mit seinem schönen Einkommen bitte auch ein paar Kinder finanzieren, der spendet im Zweifel lieber an ein SOS-Kinderdorf. Die Aussichten sind also deprimierend, in einem halben Jahrhundert schon dürfte sich die deutsche Bevölkerung fast halbiert haben, ganze Landstriche werden verwaist sein, die verbleibenden jüngeren Menschen und viele Greise werden sich in den Metropolen sammeln – Szenarien, wie sie sich schon jetzt in einigen Regionen Ostdeutschlands andeuten.
Aber genau von dort kommt auch ein Hoffnungsschimmer: In Dresden etwa, wo die Geburtenrate wie überall im Osten stetig fiel, steigt sie wieder leicht. Vielleicht, weil es dort wieder etwas mehr Arbeit gibt.

Also im Resümee: Brauch sich niemand wundern, wenn der Staat die defizitäre Geburtenrate durch den Einlass von Immigranten bzw. Einwanderern wett machen zu versucht.

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