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    <title>Living Intersex?! (Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!)</title>
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    <description>Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!</description>
    <dc:publisher>interlife</dc:publisher>
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    <title>Living Intersex?!</title>
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  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/6038918/">
    <title>Lebensaspekte im Wandel der Zeit</title>
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    <description>&lt;b&gt;Wenn die Zeit vergeht und man meint, dass über vieles Gras gewachsen ist, ist es oftmals so, dass durch dieses Gras das Unkraut heraus stößt. Als Rasenbesitzer hat man nun zwei Möglichkeiten: Entweder man mäht es, oder man lässt es gedeihen. Wer es gedeihen lässt wird nach geraumer Zeit feststellen, dass sich das vermeintliche Unkraut in einen Urwald verwandelt hat. &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
(ich kanns noch immer)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem ich festen Glaubens war, dass sich eine komplizierte Familiengeschichte weglächeln lässt, kommt mein Vater und zeigt mir, was eine Harke ist! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Bis zu dem Tag deiner Geburt, als sich deine wahre Natur herausstellte, war sie eine andere!&quot; [ungefährer Wortlaut]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Doing!&lt;br /&gt;
K.O. in round one!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich verfüge ich über die die Reife und die notwendige seelische Abgebrühtheit um dies nicht an mich heranzulassen und ich kann auch mit reinem Gewissen sagen, dass ICH NICHTS DARÜF KANN, ab auf eine indirekte Art und Weise, und auch nur unterbewusst, trägt dieses Statement einen klaren Untertitel: &quot;Ich bin, also zerstörre ich!&quot; &lt;br /&gt;
Macht mich dies nun zum Titanen oder soll ich mich lieber gleich zu den Fischen begeben und langsam absaufen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es scheint für mich die Challange des Lebens zu sein mich damit herumschlagen zu müssen, dass meine Mutter sich ein Leben lang selbst damit bestraft so ein Kind geboren zu haben, obwohl dieses Kind einfach sein Leben lebt und eigentlich verdammt glücklich ist. Sie will dieses Glück nicht sehen; viel lieber ist ihr die Selbstkastei. Wer wenn nicht sie, muss in den Himmel kommen, denn das Leben dass sie lebt ist die Hölle auf Erden. Unendlich tragisch, aber vielleicht ist es meine Lektion im Leben, zu lernen, dass es nicht in meiner Hand liegt das Leben meiner nächsten Angehörigen zu verbessern. Jeder ist seines Glückes Schmied.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>20 Grad</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2009-11-11T21:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/5485065/">
    <title>Unsichtbarer Faktor I</title>
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    <description>Auch wenn ich beschlossen habe, dass ich mich mit nichts mehr auseinanderzusetzen habe und alle dem den Rücken zugewendet habe, scheint es doch noch eine große Varialbe im Leben zu sein, die unsichtbar im Hintergrund großen Einfluss auf mein Handeln und Denken nimmt. &lt;br /&gt;
Beispielsweise suche ich seit einem Jahr nach einem geeigneten Zeitpunkt um mit meiner Familie Tacheles zu sprechen. Um ihnen zu sagen, dass ich von hier weg ziehen werde und dass ich eine glückliche und liebevolle Beziehung mit einem wunderbaren Menschen führe. Eigentlich nichts schlimmes. Nichts, was irgendwie gravierende Konsequenzen nach sich ziehen könnte, aber so einfach ist es dann doch nicht, wenn die Kommunikatios- und Vertrauenskultur immer nur auf Schweigen und wegschauen reduziert wurde. Es geht dann einfach nicht sich hinzusetzen, auf den Tisch zu klopfen und zu sagen was wirklich ist. Als Kind habe ich gelernt angepasst zu Leben. Mami und Papi haben mich nicht mehr lieb, wenn ich anderen von mir erzähle. Warum schauen sie sonst immer so streng, wenn mir vor Bekannten und Freunden der Familie versehentlich etwas rausrutscht? Also besser brav den Mund halten, nicht über sich selber und seine Gefühle sprechen und alles ist in Butter. &lt;br /&gt;
Und jetzt soll ich es auf einmal anders machen. Ich kann ja wohl schlecht die Wohnung künden, einen neuen Job annehmen, in eine andere Stadt ziehen und niemandem etwas davon erzählen, oder etwa doch? Ein Zettel an der Haustür &quot;Bin nach M. zu V. gezogen&quot; langt doch fürs erste vollkommen.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2009 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2009-02-01T09:54:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/5256262/">
    <title>Ich glaub ich bin kein Zwitter mehr</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/5256262/</link>
    <description>im großen weiten Zwittermeer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wurde mir heut Abend klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwann hatte ich aufgehört mich als Zwitter zu sehen. Das Zwittersein schien mir einfach abhanden gekommen zu sein. So, wie wenn eines Tages eine Kindheitserinnerung in den weiten unserer Gehirnwindungen entschwindet und nie mehr wiederkehrt. Wann es genau geschehen war, konnte ich nicht sagen, klar war jedoch, dass es wohl schon einige Zeit zurückliegen musste, denn ich hatte mich verändert. Plötzlich fand ich es gar nicht mehr lässig laut im Zug über Kastration, Genitaloperation und Hermaphroditen zu sprechen. Es war mir sogar richtig unangenehm geworden, denn ich wollte mit diesem ganzen Kram nichts mehr zu tun haben. Der Kontakt zu vielen meiner Zwitterkollegen versiegte, weil ich ihn nicht mehr suchte. Ich war es einfach müde ständig die selben Geschichten über die selben Menschen von den gleichen Menschen erzählt bekommen zu hören. Es ödete mich einfach an vom Bildschirm heraus hören zu müssen, wie ich, die oftmals mehr als 20 Jahre jünger war, die vieles so anders erlebt hatte, mich als Zwitter zu fühlen hatte. Vielleicht war ich ja der einzige Zwitter auf der Welt, der nicht mehr wütend und zornig war und der sich geschändet fühlte. Ich konnte mich mit den Leuten nicht mehr identifizieren. Etwa schon wieder eine spontane Mutation? War ich etwa der einzige Zwitter, der all das hinter sich lassen konnte? Ich beschloss, dass dem nicht so war und so wurde ich vom Zwitter wieder zum Pseudohermaphroditen, der all dem den Rücken zuwendete und die Vergangenheit ruhen lies. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin kein Zwitter mehr.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Zwitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2008-10-14T21:16:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4810008/">
    <title>Aufrecht.</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4810008/</link>
    <description>Irgendwann wurde es einfach langweilig intersexuell zu sein. Es hatte sich irgendwie totdiskutiert, denn es war immer nur das selbe: Die Medizin und die Gesellschaft waren an allem schuld. An meiner Kastration, an meiner Hormonbehandlung, die mich zum Freak mutieren ließ, an dem verkakten Leben mancher Leidensgenossen, deren jegliche solziale Überlebensgurndlage zerstört worden war. Alles war durch und durch negativ, doch ich wollte das Leben genießen (ja, ein sehr egoistischer Gedanke), wollte alles Positive, dass mir das Leben zu bieten hatte auskosten, bis zum letzten Tropfen. Das tat ich auch, noch immer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kann ich darüber berichten, wie positiv sich meine Zwischengeschlechtlichkeit auf mein Leben ausgewirkt hat. Ich habe viele wunderbare Menschen kennen gelernt, die ich nicht mehr missen möchte. Habe gelernt Liebe zuzulassen, selbst zu lieben. Ohne Zweifel, ohne Angst, bedinungslos, selbstlos. Kann mich fallen lassen und bin kein erbarmungsloser kleiner Zwerg mehr. Es hat sich alles zum Guten gewendet und es kam ganz plötzlich, ohne Ankündigung. Einfach so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so habe ich mir meine Gedanken zur Zwischengeschlechtlichkeit gemacht, die ich heute all jenen mit auf den Weg geben möchten, die von ihrer Angst zerfressen werden, jenen, die diese Geschichte tief in sich vergraben haben un jeder Gedanke daran tief in der Seele schmerzt. Jenen, denen es zu schwer fällt sich damit auseinander zu setzten und jenen, die vom Leben, von der Medizin und von der Gesellschaft gepeinigt und gedemütigt wurden und glauben, dass dies der ganz normale Wahnsinn sei. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, es ist hart und ja, es schmerzt tief in der Seele. Oft ist es das anders sein und der größte Wunsch, normal zu sein, so wie die anderen, ist unerreichbar. &lt;br /&gt;
Manchmal glaubt man einen bösen Traum zu träumen aus dem man einfach nicht erwachen kann. Das Gefühl, dass alle das doch gar nicht wirklich passieren ist permanent präsent. Schon am Morgen, nach dem Aufwachen fragt man sich, wann dieser grausame Traum endlich sein Ende nimmt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe all das durchgemacht. Stand an der Kippe zwischen Leben und Tod, hatte dann aber doch nie den Mut, war zu gespannt, was mich hinter der nächsten Ecke erwartet. War wütend und zornig, auf mich, projezierte diese Wut auf andere. Kanalisierte sie im Schreiben. Arbeitete auf, arbeitete an mir, kämpfte für mein kleines Leben und erkannte eines Tages, dass auch ich ein wertvoller Mensch bin, der Leben darf und soll. &lt;br /&gt;
Und dann geschah dass unfassbare. Ganz unerwartet tat es nicht mehr weh, ich richtete mich auf, und stand aufrecht und mit erhobenem Kopf da und war jemand. Jemand der wahrgenommen und erstgenommen wird in seinem sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist möglich als intersexueller Mensch glücklich zu sein, ein erfülltes Leben zu führen. Ein normales Leben zu führen ohne zu verdränen und doch ohne permanent von seiner Anderasrtigkeit verfolgt zu werden. Irgendwann spielt es keine Rolle mehr, irgendwann tut es nicht mehr weh. Es ist einfach nur schön zu sein.&lt;br /&gt;
Und ich bin felsenfest davon überzeugt, dass dies jeder schaffen kann. Es braucht nur Zeit, Ausdauer und den Willen sich selbst zu stellen.&lt;br /&gt;
Aufrecht und ohne Angst vor dem was kommt.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2008-03-24T18:44:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4745101/">
    <title>Selbstwahrnehmung</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4745101/</link>
    <description>Ich bemerke, dass ich im letzten halben Jahr ein Stück weitergekommen bin. Oder soll ich doch besser &quot;es hat sich etwas geändert&quot; sagen. &lt;br /&gt;
Weiblich sein heißt für mich schminken, BH tragen, feminine Kleidung tragen, hohe Schuhe lieben, einmal im Monat bluten und immer furchtbar weibisch emotional-hysterisch sein. Ja, das ist das Bild, dass mir Frauen Zeit meines Lebens vermittelt haben. Das ist das Bild, dass ich selber versucht habe zu erfüllen. Erfüllen? Ansatzweise. Jedenfalls habe ich vor langer Zeit mir Wimperntusche experimentiert und über Jahre einen BH getragen (der funktionell gesehen jedoch völlig unnütz war). Alles andere lag mir immer sehr fremd. Lange getraute ich mich keine &quot;männliche&quot; Kleidung zu tragen, es wäre ja vielleicht zu offensichtlich, dass ich keine Frau bin (man beachte dieses Paradoxon), dachte mir, dass mich die Leute dann für eine Transsexuel&lt;b&gt;le&lt;/b&gt; halten und ich verspottet werde. Schlimmer als intersexuell zu sein war nämlich der Gedanke, dass ich für transsexuell gehalten werde, das wäre dann eine Art offenes Tabu, also das genaue Gegentleil von Intersexualität. Und doch ging es die ganze Zeit über nur um das Ignorieren des Offensichtlichen, meine offensichtliche Intersexualität, die ins Auge sticht. Heute sehe ich selber in den Spiegel, bemerke, dass das Weiche in meinem Gesicht verschwindet und statt dessen kantige Gesichtszüge hervortreten. Mein Haar ist kurz und ungestylt, nach drei Stunden nervenaufreibender Arbeit am Computer sehe ich aus wie Mogli nach dem Waldbrand. ES IST MIR EGAL. Auch den BH, die Maske der auferlegten Weiblichkeit, trage ich nicht mehr, wozu auch - er hat ja keine Funktion. Jahrelang hatte ich einen regelrechten BH-Zwang. Konnte ohne gar nicht auf die Straße gehen, weil ich mich nackt fühlte. Ich musste mich ausstopfen um Frau zu sein. Was für verrückte Zeiten. &lt;br /&gt;
Ich werde immer mehr zum Zwitter, doch umso mehr sich mein Äußerliches zu wandeln scheint, desto weniger fühle ich mich als solcher. Nehme meine Geschlechtlichkeit (Gender) nicht mehr war und wenn, dann nicht als Zwitter oder Frau, sondern als Kerl. Ich kann nicht anders als wie ein Gorilla laufen, mein Habitus ist definitv kein weiblicher. Ja, ich beschreibe mich schon wieder selbst und ja, das ist ziemlich bescheuert, aber die letzten Tagen kam mir einfach die Erkenntnis, dass sich meine Selbstwahrnehmung doch wieder sehr gewandelt hat. Die ist nämlich nicht fix, sondern wirklich sehr variabel. Eben irgendwo zwischen männlich und weiblich, aber es ist klar, wo das ganze hinlaufen würde, wenn es möglich wäre und ich denke, dass die nächsten Jahre meines Lebens mit der Arbeit verbunden sein werden, dass ich akzeptieren muss, dass ich als XY-Frau so bin wie ich bin und sich daran rein gar nichts ändern lässt. Eines Tages werde ich das akzeptieren können, doch heute ist noch nicht der Tag dafür.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Zwitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2008-02-28T20:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4574362/">
    <title>Der Anfang war der Tod der Verleumdnung</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4574362/</link>
    <description>Es ist mal wieder soweit. Geheimnisse, Halbwahrheiten und Notlügen haben Überhand genommen und in mir schwielt die Aggression, Ärger über sich selbst und die Wut sich selbst zu verleugnen. &lt;br /&gt;
2008 begann nicht wie geplant. Um halb zwölf kam es, dieses Gefühl etwas Unrechtes getan zu haben, besser gesagt zu tun. Was ist falsch daran einen Menschen zu lieben? Weshalb fürchte ich mich so davor zu mir und zu meiner Liebe zu stehen? Gibt es überhaupt einen Grund? Um Missverständnisse auszuräumen: Es geht um meine Familie. Familiengeheimnisse. &lt;br /&gt;
Man kommt auf die Welt und wird nicht so angenommen wie man ist. Hält den Finger vor verschlossene Lippen, zieht eine ernste Miene und sagt PSST. So geht es weiter. Ein versehentliches Wort vor Bekannten; ein ermahnender Blick; Halt die Klappe kleines, keiner darf wissen was mit dir ist. Du bist die Familieninterne Freakshow, doch keiner darf es wissen. &lt;br /&gt;
So wird geschwiegen und eines Tages scheint es so, als wäre nie etwas gewesen. Das Leben verläuft in ruhigen Bahnen. Man tut so, als hätte man darüber geredet. Als wäre das Familiengeheimnis kein Geheimnis mehr. Es wird darüber gesprochen um nicht mehr darüber sprechen zu müssen. Ein erkaufter, unsicherer Frieden auf Zeit. Wie unsicher kann die Zukunft sein? Ist das Geheimnis auch wirklich gut verschnürt in den Köpfen der anderen verdrängt?&lt;br /&gt;
Und dann passiert etwas. Das Leben beginnt in den Adern zu pulsieren. Eine neue Lebensenergie keimt auf und beginnt Wurzeln zu schlagen. Man wird eigenständig, kappselt sich ab und versucht das zu tun was jeder irgendwann macht und als &quot;Freiheit&quot; definiert: Man schafft Distanz zwischen sich und seiner Familie. Doch die Familiengeheimnisse bleiben bestehen und beeinflussen einen weiter. In allem was man tut schwingt die Angst mit etwas zu tun, was falsch sein könnte. Etwas zu tun was das wohl gehütete Vermächtnis der Freakshow offenbaren könnte. &lt;br /&gt;
Lügen und Halbwahrheiten müssen wieder herhalten, wenn das eigene Leben der eigennen Familie nicht als zumutbar erscheint? Nicht zumutbar? Mit Recht: Was kümmert es mich ob mein Leben anderen gegenüber zumutbar ist. Es ist wie es ist: Das Geheimniss ist so groß, so in den Köpfen aller beteiligter verankert. Die Geheimhaltung hat auch heute noch immer so eine Priorität, dass mein Leben permenant davon beeinflusst wird. Wir kann ich mir, meinem Leben, meiner Liebe so eine Chance geben? Es gibt nur eins: Der berühmte Sprung ins kalte Wasser. Sich dem unvermeindlichen Stellen. Mit allen Konsequenzen, auch wenn das schon längst überfällige Offenbart wird und eine heile (Schein-)Welt zusammenbrechen mag. &lt;br /&gt;
Keine Rechtvertigungen mehr&lt;br /&gt;
Keine Verleumdnungen mehr&lt;br /&gt;
Keine Halbwahrheiten und keine Notlügen&lt;br /&gt;
100 % ich&lt;br /&gt;
1000% Leben</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-01T00:24:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4545916/">
    <title>Erstes Jahresgedächtnis</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4545916/</link>
    <description>Nach einem Jahre T, &lt;br /&gt;
zieh ich heut mal wieder Resumé, &lt;br /&gt;
denn Schwabel und Hitzewallung sind längst passé &lt;br /&gt;
(Hach, das reimt sich ja!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körperlich, ach welch Wunder bei CAIS, hat sich nicht die Bohne getan. Der blonde Bart ist so rar und so unauffällig und so nicht existent, dass er nicht zählt. Wohl aber zählen die 10 Kilo, die ich nun weniger mit mir rumschleppe. Nur noch fünf, dann bin ich wieder fettfrei, ein Lightprodukt sozusagen. Testosteron ist also DER Fettburner und die Haut straft sich wunderbar. Yea ich bin so was von sexy! *räusper*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seelisch bin ich ausgeglichener und ruhiger. Meine Niederlagen hab ich gut weggesteckt. Meine wunderbare Melancholie (meine Muse) ist mir abhanden gekommen. Dieses &quot;ich ruhe in mir selbst&quot; ist so was von fad, ich sollte das Testosteron wieder absetzten und mit Östrogen anfangen. Dann wär mal wieder ein bissche Würze im Alltag. So nach dem Moto &quot;Selbstmitleid fressen Depression auf&quot; oder &quot;Ich verstümmle mich nun selbst und schneide mir die Zehennägel&quot;. Jaja, mir geht es viel zu gut und daran ist nicht nur das T schuld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also nach einem Jahr kann ich nur sagen, dass es mir blendend geht. Zuvor legte ich exponential (Steigerungsquotient = 10^5) Gewicht zu, wurde von Hitzewallungen geplagt und war psychisch so instabil wie Plutonium vor der Kernschmelze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So, genug der Werbung.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Testo-Tagebuch</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2007-12-18T21:03:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4480181/">
    <title>Wie abgeschlossen kann eine abgeschlossene Geschichte wie die diese eigentlich sein?&lt;br...</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4480181/</link>
    <description>Wie abgeschlossen kann eine abgeschlossene Geschichte wie die diese eigentlich sein?&lt;br /&gt;
Ich spiele mit dem Gedanken der ganzen Sache den Rücken zu zuwenden und die Fliege zu machen. Intersexualität ist heute noch mehr in den Hintergrund gerückt als sonst. Da ist jetzt wirklich gar nichts mehr was drückt. Gar nichts. Ich mag mich, diesen Körper, diese Chromosomen und diesen Menschen, der ich sein soll. Ich kann in den Spiegel blicken und sagen: He, das bin ich und das ist gut so. Ich kann über die Unmöglichkeit Mann zu sein sinnieren ohne dass es schmerzt. Ich fühle mich Jenseits der Geschlechter, ich fühle mich als Mensch. Geschlechtslos? &lt;br /&gt;
Geschlecht spielt schon lange keine Rolle mehr für mich. Auch wenn ich Hormone und Pheromone in Tonnen produziere/zuführe, fühle ich mich deswegen nicht männlicher oder weiblicher. Es scheint ganz so, als hätte ich meine Befreiung außerhalb des Bipolaren gefunden. Nein, nicht im dritten Geschlecht, nicht als intersexueller Mensch, außerhalb dieser ganzen Normiererei. Kein Graubereich, keine verschwomme Zone, sondern außerhalb dieses ganzen Denkens. Ich bin keine Gruppe. Da wo ich stehe, spielt all das keine Rolle mehr. Der Geschlechterhimmel sozusagen. *g*&lt;br /&gt;
Und so ist es wohl verständlich, dass ich mich gerne aus deisem ganzen Intersexkram zurückziehen möchte, doch das ist wohl nicht so leicht, immerhin habe ich mir die letzten Jahre so einiges an Arbeit angetan, die ich heute wohl nicht mehr so einfach los werde. Es wäre schön zu sagen: &quot;Könnte das bitte jemand übernehmen, ich mag nicht mehr&quot;, aber so einfach ist es nicht. Naja, warum sollen andere Menschen nicht von meiner derzeitigen inneren Ruhe und Verfassung profitieren können... mal sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Message des Tages: &lt;br /&gt;
Intersexuell sein ist auch sau schön, wenn man es schafft dieses Leben annehmen zu wollen. So was geht natürlich nicht von heute auf morgen und ich habe auch viele Jahre früher damit anfangen können, als viele andere, doch es lohnt sich über seinen Schatten zu springen und die Sache in Angriff zu nehmen. Es ist nie zu spät.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Zwitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-25T20:10:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4457825/">
    <title>Kommentare auf Indymedia</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4457825/</link>
    <description>Der Grund, weshalb ich mich gekonnt von jeglichen Aktivitäten mit Presse und Film fern halte ist, dass ich meine Neven schlicht und einfach nicht permanent mit wirklich dummen und unreflektieren Kommentaren unnötig strapazieren will. Zwar werden mir Neven aus Stahl nachgesagt, aber bei solchen Griffen ins Klo werd ich zum wilden Tier:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine kleine Auswahl von Kommentaren zu einem heute veröffentlichten Artikel auf Indymedia:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die meisten Intersexen im deutschen Spreachraum sind ganz schön wahnsinning....... &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
oder&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;also ich find chicks with dicks geil :-)&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Genauso, wie es körperliche Intersexualität gibt, ist die Seele noch komplexer. Was die Religionen und besonders das Christentum diesen Menschen sprich homosexuellen und lespischen Menschen antat und antut, macht mich wütend.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quelle:&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://de.indymedia.org/2007/11/199653.shtml&quot;&gt;http://de.indymedia.org/2007/11/199653.shtml&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://ch.indymedia.org/de/2007/11/54474.shtml&quot;&gt;http://ch.indymedia.org/de/2007/11/54474.shtml&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hm ja, drei Kommentare und einer hohler als der andere. Sorry, aber ich könnte das meinen Nerven nicht zu muten und Hut ab vor jenen, die sich jeden Tag aufraffen und sich mit solchen geistigen Ergüssen auseinander setzen.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>klumme Worte</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-17T21:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4433432/">
    <title>Rezension: Die Katze ist kein Vogel</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4433432/</link>
    <description>Melanie Jilg ist jung, talentiert, kreativ und ohne jeglichen Geltungsdrang. Sie ist die Schöpferin des Films &quot;Die Katze ist kein Vogel&quot;. Anders als in Scharangs Tintenfischalarm, bei dem sich spätestens nach Minute 15 dem Zuseher der Gedanke aufzwängt, ob Scharang nicht einen gewissen Geltungsdrang zu befriedigen hat, bleibt Jilg vollkommen im Hintergrund. Das Konzept Menschen mit nur einer einzigen, fixen Kameraeinstellung in close-up zu protraitieren ist äußerst gut gelungen. Jilg stellt lediglich präzise und gut gesetzte Zwischenfragen. Was bleibt sind vier Menschen, die erzählen, wo lange geschwiegen wurde. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich kenne alle vier Protaginisten und ich kenne alle vier Einstellungen und so kam ich ins Grübeln. Intersexualität lässt so viele Möglichkeiten, so viele Lebenskonzepte so viele Arten des Erlebens und Umgangs zu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Inhalt zu urteilen ist nicht möglich, denn wie soll ich einen Film mit Menschen, die ich kenne und zu denen ich ich mich verbunden fühle, objektiv in Scheiben schneiden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hätte gerne noch mehr gehört, doch leider ist der Streifen wirklich kurz geraten. Was bleibt ist dieses wirklich großartige Konzept. Ein Experiment, dass durch und durch stimmig und gelungen ist und kaum noch fragen offen lässt. Es gibt tiefe Einblicke in das Leben von Menschen, die auf mich eine unheimliche Ausstrahlung haben. Große, starke, verletzte, schöne Menschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich danke den Protagonisten für ihren Einsatz und die Mühen. Und ja:  &quot;Alleine ist das nicht zu bewältigen&quot; und unsere Identität hat noch tausende anderer interessanter und wichtiger Aspekte. Intersexualität ist manchmal nur ein Sandkorn. Ein Sandkorn, dass uns zusammenführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Sehr schlechte Rezension, gar nicht sachlich, aber trotzdem: Anschaun! Es lohnt sich!)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachtrag:&lt;br /&gt;
Ganz großartig ist die Musik im Abspann. Ich kann einen Film mit Zombie von Kante nur lieben. Ein stimmiges Lied für das Thema.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>intersexuelle PR-Aktionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2007-11-10T19:03:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4385038/">
    <title>Heute ist Welt-Intersex-Tag</title>
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    <description>Wie jedes Jahr am 26. Oktober ist auch heuer wieder der internationalen Tag der intersexuellen Menschen ausgerufen worden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Gedanken:
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Noch immer werden jeden Tag Kinder für die Norm des Geschlechts verstümmelt.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Noch immer ist Intersexualität in der Gesellschaft ein Tabu von solcher Größe, dass es Betroffenen noch immer schwer fällt aus der Isolation heraus zu treten, weil sie das Gefühl haben sich zu outen.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;Eugenik gewinnt in einer von Perfektionismus getriebenen Gesellschaft immer mehr an Stellenwert. Die pränatale Diagnostik ermöglicht die Ermordung von zwischengeschlechtlichen Menschen vor ihrer Geburt. Es gibt keine Zahlen, aber es wird uns bald nicht mehr geben. &lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Nichts desto Trotz, hat sich auch viel getan.
&lt;ul&gt;  
&lt;li&gt;Eine kleine Gruppe von Menschen steht auch heute wieder auf der Straße und leistet großartige Öffentlichkeitsarbeit, verteilt Flyeer und mach Aufmerksam.&lt;/li&gt;  
&lt;li&gt;In den letzten Jahren wurden eine Fülle von Veröffentlichungen, nicht nur von unserer Seite, getätigt, die mehr waren als nur ein Troßfen auf den heißen Stein. Pressemitteilungen, Reportagen, Interviews, Filme, Radiosendungen - es wurde viel gemacht und geleistet. Intersexualität ist weniger Tabu als noch vor 10 Jahren. Eltern werden besser informiert und haben heute die Möglichkeit sich umfassend von Menschen beraten zu lassen, die selbst mit der Sitation konfrontiert sind.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;

Es hat sich schon viel getan, doch es gibt noch so viel zu tun. Die nächsten 10 Jahre sind wahrscheinlich entscheidend für die Zukunft der nächsten Generationen. Ich bin gespannt und danke an dieser Stelle all jenen Menschen, die sich jeden Tag aufs Neue in hinein knien und so großartige Arbeit leisten. Weiter so!</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Zwitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-26T12:40:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4371979/">
    <title>Life is a Game</title>
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    <description>Huch, ein heiterer Nachmittag. Gerade eben wurde ich im [mysthisches Stimme an]einzigen gelben Forum Deutschlands [mystishe Stimme aus] wegen freier Meinungsäußerung gesperrt. Ich bin aber auch wirklich ein unangenehmer Zeigenosse. Aufsässig, pingelig, frech und dazu auch noch überaus eloquent und smart. Andere wären vielleicht traurig oder würden sich aufregen, mich amüsiert das aber, weil ich jetzt schon genau weiß, wie die Geschichte ausgehen wird. Die Menschen sind so berechenbar und manipulierbar und so unheimlich empfindlich, wenn man recht hat.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Ironie</dc:subject>
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    <dc:date>2007-10-22T13:14:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4369872/">
    <title>Prgrammempfehlung: Tintenfischalarm</title>
    <link>http://livingintersex.twoday.net/stories/4369872/</link>
    <description>Am 11.11. wird um 11 Uhr Abends der Film Tintenfischalarm auf ORF 2 gezeigt. Also sozusagen die FreeTV Premiere. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich warte schon lange auf diesen Termin. Mal schaun, ob sich danach wieder etwas tut. Das Datum scheint ja schon fast ein Omen zu sein. Faschingsbeginn!</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>intersexuelle PR-Aktionen</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-21T19:51:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://livingintersex.twoday.net/stories/4352161/">
    <title>Die dunkle Seite der Macht</title>
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    <description>Mich pisst der ganze Aktivistenkram zunehmend an. Nicht, dass ich einer wäre, aber ich lese in Foren und Weblogs und verfolge Veröffentlichungen in Zeitschriften und anderen Medien. &lt;br /&gt;
Etwas ist mir schon sehr früh beim Aktivistentum aufgefallen: Es gibt kein Mittelmaß, denn hinter jedem Baum lauert der Feind und alles endet irgendwann im finalen Kampf zwischen Gut und Böse (wobei nicht ganz sicher ist, wer wer ist). Da kämpft dann der Zwitter Lingling gegen irgend einen Medizinergeist und die bewerfen sich dann solange mit Feuerbällen und Stromschlagblitzen bis einer Tod umfällt. Der Faktor &quot;Mensch&quot; und &quot;Mensch macht eben Fehler&quot; wird vollkommen ausgeblendet. Der Anspruch des Mensch seins wird nur noch für die eigene, die &quot;gute&quot; Seite, beansprucht. Die anderen sind böse und haben keine Seele. Lingling lässt grüßen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Fehler ist fatal, aber nicht, weil er nicht wieder gut zu machen wäre, sondern weil man defakto nicht aus seinen Fehlern lernen darf. Wer einmal etwas falsch macht ist böse und wer einmal böse ist, bleibt immer böse. Die Möglichkeit der inneren Einsicht, des Wandels und der Revidierung der eigenen Meinung ist nicht erlaubt. So ein Verhalten kenne ich eigentlich nur aus Gangs und aus fanatistischen (religiösen) Gemeinschaften. &lt;br /&gt;
Greenpace, AI und wie sie alle heißen sind da auch nicht anders als die IS Aktivisten, also werf ich jetzt pauschal alle in einen Topf. Aktivist ist Aktivist. Oder besser gesagt. Es ist ein schmaler Grad vom &quot;Aktivisten mit kühlem Kopf &quot; zum &quot;Aktivisten mit Fundiparolen&quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel, das mir heute in den Sinn gekommen ist: &lt;br /&gt;
John Money galt als herausragender Sexualwissenschaftler und Psychologe. Leider beging er einen faltalen Fehler, indem er glaute, dass man aus Jungs ohne weiteres Mädchen machen könne und somit das Leben von Bruce Reimer zerstörte, der sich schließlich sogar umbrachte. John Money war sich seines Fehlers sicher bewusst und ich frage mich, was wohl die letzten zwei Jahre seines Lebens in seinem Kopf vorging, nach dem sich Bruce Reimer umgebracht hatte. &lt;br /&gt;
Jedenfalls hat es John Money geschafft zum Teufel in der Intersexbewegung hochsitilsiert zu werden. Er ist die Keimzelle des Bösen, quasi ein medizinischer Bin Laden. Aber für mich ergibt sich da ein Konflikt:&lt;br /&gt;
Wie kann es sein, dass sich Menschen, die chromsomal männlich sind, aber weiblich sozialisiert wurden, wohl fühlen und sich nicht, so wie Bruce Reimer, das Leben nehmen. Wie kann es sein, dass sich eine XY-Frau als Frau fühlt? John Money hatte unrecht. Es ist nicht möglich ohne weiteres aus einem Mann eine Frau zu machen. Die Chancen, dass es funktioniert liegen vielleicht bei 50%, vielleicht auch irgendwo ganz anders. Untersuchungen hierfür gibt es sicher nicht. Es liegt also auf der Hand, dass es besser ist, wenn das Kind am Anfang der Pupertät selber entscheiden kann, wie es leben will und von Geschlechtszuweisungen im Kindesalter abgesehen wird (Das muss ich nun wohl expliziert klarstellen). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrlich, mit tut John Money leid. Er musste damit leben, dass er tausenden das Leben ruinierte und so manchen in den Selbstmord getrieben hat und dabei war er sich keiner Schuld bewusst. Er tat das, weil es es für richtig und gut hielt, weil er dachte, dass er so das Leben seiner &quot;Patienten&quot; in eine positive Richtung bewegen kann. Die Einsicht, dass das genaue Gegenteil eingetreten war, dass er das Leben nahm, dass alles ein fataler Irrtum gewesen ist muss doch erschlagend gewesen sein. Wie fühlt er sich wohl? Wahrscheinlich elend. &lt;br /&gt;
Aber das zählt für einen Funivisten nicht, denn da gibt es nur Schwarz und Weiß und Gut und Böse. Wer Fehler macht ist böse und wer zugewiesen wurde, muss unglücklich sein, denn Glück darf es für einen Aktivisten keines geben, sonst müsste er ja nicht aktiv werden.</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Zwitter</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 interlife</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-15T17:02:00Z</dc:date>
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    <title>Was war denn das jetzt?</title>
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    <description>Ok, ich weiß nicht, ob ich mir langsam Sorgen machen muss. Menschen sind unverschämt, das ist ja soweit bekannt, und so höre ich seit neustem permanent, jedesmal wenn ich auf die Straße gehe, im vorbeigehen hinter meinem Rücken &quot;War das ein Mann oder eine Frau&quot;. Zugegeben, meine Haarpracht ist zur Zeit kürzer als üblich und ich habe auch nicht viel für Schminke übrig, aber das war schon immer so und es kam immer wieder einmal vor, dass sich jemand unsicher war, weil ich einfach rein optisch nicht in die Frauenschublade passe. Aber die jetztige Ausmaße meiner scheinbar verwirrenden Geschlechtsidentität kann ich nicht nachvollziehen. Ich sehe wie immer aus. Vielleicht liegts ja daran, dass ich einige Kilos verloren habe und meine hohen Wangenknochen wieder stärker zum Vorschein kommen, vielleicht liegts aber auch daran, dass ich mir die Augenbrauen nicht in sadomasomanier airodynamisch zurechtzupfe. Echt, es ist mir ein Rätsel, warum ich die Menschen auf einmal so verwirre. Sind es meine männlichen Pheromone? Macht mich Testosteron männlicher, auch wenn es keine körperlichen Auswirkungen hat? Lässt ein kurzer Haarschnitt von vornherein auf einen Mann schließen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher sind das für mich absolute Horrorszenarien gewesen. Heute schmunzle ich darüber (freue ich mich sogar?), aber einen kleinen Stich versetzt es mir noch immer: Schließlich ernte ich immer sehr verächtliche Blicke, manche rümpfen sogar die Nase und ich fühle mich für eine Sekunde ganz erbärmlich und klein. Das sind alte Verahltensmuster, die ich bis zum heuteigen Tage noch nicht durchbrochen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na dann, &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Grüße von der/die/das Interlife &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(als ob ich wie ein Mann aussehe, das sind doch Wunschvorstellungen)</description>
    <dc:creator>interlife</dc:creator>
    <dc:subject>Zwitter</dc:subject>
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    <dc:date>2007-10-08T15:14:00Z</dc:date>
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