Besuch bei ihr
Nun sitzt sie wieder hier, vor dieser Maschine und versucht die richtigen Worte zu finden. Worte, dich sie tippt. Worte, die vor ihr auf dem Bildschirm, Buchstabe für Buchstabe, erscheinen. Worte, die jetzt vielleicht jemand hören sollte. Doch Bildschirme sprechen nicht. Sie sind nicht einmal gute Zuhörer. Denn außer 1 und 0 verstehen sie nämlich nichts.
Es ist schon ein verkümmertes Wesen, dass um diese Zeit, es ist gerade 23 Uhr, in einem abgedunkelten Raum leise und traurig seine Gedanken einer großen weißen Flimmerkiste anvertraut. Wie tief mag dieser Mensch wohl gesunken sein? Ist sie einer jener Menschen, die nicht mehr fähig ist offen mit anderen zu sprechen. Ein sogenannter Sozialversager? Warum beschäftigt sie diese Frage immer wieder? Ist es etwa schon längst eine Gewissheit?
Nein, das ist sie sicher nicht. Vielmehr handelt es sich um einen Menschen, der es leid ist über sich zu sprechen. Ausschweifungen und nicht enden wollende Erklärungsversuche, wenn es um die eigene Gefühlswelt geht, sind eben nicht jedermanns Sache. So sitzt sie lieber Abends vor ihrem Computer. Fragt sich was wohl los mit ihr ist und weshalb sie seit Tagen wieder Herzschmerzen hat und kaum noch Luft bekommt. Diesmal sind diese Sypmtome real. Kein Symbol mehr für die Beklemmung, die sie über Monate beherrschte. Sie fühlt sich krank, ausgelaugt und gestresst. Versagens und Verlustängste machen sich wieder einmal breit. Nicht unbegründet! Soviel ist klar, denn wer sich des Müssigganges bedient, darf sich nicht wundern, wenn er die Rechnung präsentiert bekommt.
So sitzt sie da, tippt noch weiter und wir verlassen sie wieder. Schreiten langsam von ihr zurück und lassen sie in ihrem verdunkelten Zimmer weiter ihre Gedankennetze weben. Sie wird immer kleiner, das Tippen leiser und das Zimmer dunkler. Jetzt sehen wir sie nicht mehr. Es ist ganz still. Sie ist fort und keiner hat's bemerkt.
Es ist schon ein verkümmertes Wesen, dass um diese Zeit, es ist gerade 23 Uhr, in einem abgedunkelten Raum leise und traurig seine Gedanken einer großen weißen Flimmerkiste anvertraut. Wie tief mag dieser Mensch wohl gesunken sein? Ist sie einer jener Menschen, die nicht mehr fähig ist offen mit anderen zu sprechen. Ein sogenannter Sozialversager? Warum beschäftigt sie diese Frage immer wieder? Ist es etwa schon längst eine Gewissheit?
Nein, das ist sie sicher nicht. Vielmehr handelt es sich um einen Menschen, der es leid ist über sich zu sprechen. Ausschweifungen und nicht enden wollende Erklärungsversuche, wenn es um die eigene Gefühlswelt geht, sind eben nicht jedermanns Sache. So sitzt sie lieber Abends vor ihrem Computer. Fragt sich was wohl los mit ihr ist und weshalb sie seit Tagen wieder Herzschmerzen hat und kaum noch Luft bekommt. Diesmal sind diese Sypmtome real. Kein Symbol mehr für die Beklemmung, die sie über Monate beherrschte. Sie fühlt sich krank, ausgelaugt und gestresst. Versagens und Verlustängste machen sich wieder einmal breit. Nicht unbegründet! Soviel ist klar, denn wer sich des Müssigganges bedient, darf sich nicht wundern, wenn er die Rechnung präsentiert bekommt.
So sitzt sie da, tippt noch weiter und wir verlassen sie wieder. Schreiten langsam von ihr zurück und lassen sie in ihrem verdunkelten Zimmer weiter ihre Gedankennetze weben. Sie wird immer kleiner, das Tippen leiser und das Zimmer dunkler. Jetzt sehen wir sie nicht mehr. Es ist ganz still. Sie ist fort und keiner hat's bemerkt.
interlife - 30. Jan, 22:51
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Herzstechen

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