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Sonntag, 16. Juli 2006

Vorbereitungen für das Arztgespräch

Man glaubt es kaum, aber jedes mal wenn ich in einer Arztpraxis sitze verliere ich meine Stimme. Ich werde ganz leise und sage irgendwann gar nichts mehr. Nicke nur noch, widerspreche dem Gott in weiß nicht mehr und ziehe dann mit eingezogenem Schwanz (keine Panik, ich hab nicht wirklich einen - ich bin kein Pornozwitter) von danen.

Als ich das letzte mal vor einem Jahr bei meiner Exgynäkologin (ja wir haben uns jetzt getrennt) war, merkte ich, dass ich mich mit einem Stickwortzettel nicht mehr so leicht aus dem Konzept bringen lasse und auf jedes Argument leicht ein Gegenargument setzten kann. Ärzte sind sehr berechenbar und ich kenne mittlerweile all ihre Argumente die gegen eine Testosterontherapie sprechen und ich habe mir auf jedes ihrer Argumente ein nicht vom Tisch zu weisendes Gegenargument überlegt. Diskutieren mit Interlife wird also in Zukunft noch viel unangenehmer als es bisher war.

Da Ärzte im Normalfall etwas anderes als Intersexualität studiert haben, ist ihr Wissen um die Thematik in der Regel sehr dürftig. Leider darf ein Arzt aufgrund seiner beruflich legitimierten Überordnung nicht die Informationen über die ein Patient verfügt (egal wie intelligent er auch ist) in sein eigenes Wissen aufnehmen. In diesem Punkt gibt es die Möglichkeit, dass sich Mediziner an das Expertenteam des Netzwerkes Intersexualität wenden. Allerdings weigern sich viele Mediziner aus ethischen Gründen (man darf sich die eigene Unwissenheit nicht eingestehen) mit dem Netzwerk in Kontakt zu treten und zum einen informiert das Netzwerk die Betroffenen auf Anfrage nicht darüber wie Mediziner informiert werden und welche Informationen sie erhalten.

Alles in allem eine sehr verzwickte Situation, die nur mit einem offenen und aufgeklärten Mediziner zu bewältigen ist. Diese mögen bitte mit mir per Email in Kontak treten. (-> Das war der Scherzmodus)

Der Berg ruft schon

Bald ist es soweit.
Insider wissen natürlich wovon ich spreche: Dem feuchtfröhlichen Wochenende in der salzbuger Einöde auf einer salzburger Hütte.
I freu mi scho so. JODELEHITI!!!!!!!

Acht heitere Gesellen (natürlich einer intersexueller als der andere) werden für drei Tage in die salzburger Bergwelt verfrachtet um zu überprüfen ob Zwitter in einer noch ökologisch intakten Umgebung ohne Internet überleben können.
Den Teilnehmern werden verschiedene Aufgaben gestellt die sie zu bewältigen haben. Am Ende jedes Abends werden zwei Teilnehmer nach Hause geschickt. Was für ein Event! Hoffentlich bekommt RTL2 davon nicht Wind.
Expedition Österreich (Für alle die es nicht wissen: Das war so Pseudonachahmung des ORF um höhere Einschaltquoten im Sommer zu erzielen) war dagegen ein regelrechter Kindergarten.

Living Intersex?!

Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!

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