Egoterror II
Schon als ich auf der Schwelle zu diesem Raum stand wusste ich, dass diese Geschichte nicht gut für mich enden würde. Es hing dieser gewisse Gestank in der Luft, der mich wissen ließ, dass ich diesen Raum nicht mehr lebend verlassen würde. Plötzlich ein Ruck - ich werde hineingestoßen, die Türe fest versprerrt. Es gibt kein Entrinnen mehr. Kein Schreien, kein Klagen und kein Schlagen kann jetzt noch etwas an der Tatsache ausrichten, dass das das Ende ist.
Nein, ich hätte nicht gedacht, dass ich das Ende des Ganges erreiche, nicht bei dem Schwindel, bei diesem Selbsthass und dieser perversen Art der Selbstverstümmelung, die ich betrieben hatte. Doch ich hatte es geschaft. Plötzlich stand ich da und wusste nicht wie mir geschieht. Ein Blick genügte und ich wusste, dass das Ende auch ein Ende hat. Es ist, als würde man das Spiegelbild des Spiegelbildes im Spiegelbild betrachten. Eine unendliche Reflexion der Reflexion. Ein Trugbild, dass in sich selbst ein Trugbild war.
Nach Stunden hysterischem Geschrei hatte ich keine Lust mehr mich mit mir und der Tür zu beschäftigen und beschloss meine Aufmerksamkeit von der Tür auf den Raum zu lenken.
Er war so, wie ich ihn mir immer vorgestellt hatte. So, wie ich in mir in jedem meiner Albträume ausgemalt hatte. So, wie er schon immer war und auf mich gewartet hatte.
Die blutroten Tapeten schälten sich schon seit Jahren von den Wänden ab. Schon am ersten Tag, als der Raum geschaffen wurde, hatten sie begonnen sich abzuschälen. Dahinter kam eine gelblich-braune Wand zum Vorschein, an der dieser penetrante Geruch hing, der einfach nicht aus der Nase zu bekommen war. Von der Nase schlug er mir auf den Magen. Ein Brechreiz überkam mich und ich kotzte. Kotzte in nicht endenwollenden Schwällen auf den verklebten, dreckigen, stinkenden Teppichboden, der mit der Scheiße toter Tiere eingeschmiert war.
Aus den Augenwinkeln versuchte ich die Beleuchtung ausfindig zu machen, doch es gab keine. Das dämmrige Licht schien durch die Wände durchzukommen. Was war überhaupt hinter diesen Wänden. Was pochte da? Was war das für ein Geschrei, was für ein Lärm? Ich wusste es, doch ich war zu feige den Gedanken zu Ende zu denken. Ich wusste es, das genügte. Manche Gedanken waren nicht dazu da zu Ende gedacht zu werden.
Und dann sah ich es. Es war nur ein Schatten in einer Ecke. Schwarz und schon lange auf mich wartend. Seit dem Tag meiner Geburt stand es in dieser Ecke und wartete auf mich. Wartete darauf mich endlich zu kriegen. Jetzt hatte es mich. Ich war nicht mehr länger ich. Mein Eigentümer hatte mich wieder.
Nein, ich hätte nicht gedacht, dass ich das Ende des Ganges erreiche, nicht bei dem Schwindel, bei diesem Selbsthass und dieser perversen Art der Selbstverstümmelung, die ich betrieben hatte. Doch ich hatte es geschaft. Plötzlich stand ich da und wusste nicht wie mir geschieht. Ein Blick genügte und ich wusste, dass das Ende auch ein Ende hat. Es ist, als würde man das Spiegelbild des Spiegelbildes im Spiegelbild betrachten. Eine unendliche Reflexion der Reflexion. Ein Trugbild, dass in sich selbst ein Trugbild war.
Nach Stunden hysterischem Geschrei hatte ich keine Lust mehr mich mit mir und der Tür zu beschäftigen und beschloss meine Aufmerksamkeit von der Tür auf den Raum zu lenken.
Er war so, wie ich ihn mir immer vorgestellt hatte. So, wie ich in mir in jedem meiner Albträume ausgemalt hatte. So, wie er schon immer war und auf mich gewartet hatte.
Die blutroten Tapeten schälten sich schon seit Jahren von den Wänden ab. Schon am ersten Tag, als der Raum geschaffen wurde, hatten sie begonnen sich abzuschälen. Dahinter kam eine gelblich-braune Wand zum Vorschein, an der dieser penetrante Geruch hing, der einfach nicht aus der Nase zu bekommen war. Von der Nase schlug er mir auf den Magen. Ein Brechreiz überkam mich und ich kotzte. Kotzte in nicht endenwollenden Schwällen auf den verklebten, dreckigen, stinkenden Teppichboden, der mit der Scheiße toter Tiere eingeschmiert war.
Aus den Augenwinkeln versuchte ich die Beleuchtung ausfindig zu machen, doch es gab keine. Das dämmrige Licht schien durch die Wände durchzukommen. Was war überhaupt hinter diesen Wänden. Was pochte da? Was war das für ein Geschrei, was für ein Lärm? Ich wusste es, doch ich war zu feige den Gedanken zu Ende zu denken. Ich wusste es, das genügte. Manche Gedanken waren nicht dazu da zu Ende gedacht zu werden.
Und dann sah ich es. Es war nur ein Schatten in einer Ecke. Schwarz und schon lange auf mich wartend. Seit dem Tag meiner Geburt stand es in dieser Ecke und wartete auf mich. Wartete darauf mich endlich zu kriegen. Jetzt hatte es mich. Ich war nicht mehr länger ich. Mein Eigentümer hatte mich wieder.
interlife - 11. Mai, 23:14
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