Montag, 1. Mai 2006

...

Im Grunde meines Herzens bin ich oberflächlich!

Hirnmus

Wo seid ihr nur all? Ich vermisse euch schon so, dass es körperlich weh tut.

Am Freitag sehe ich euch wieder und dann erdrücke ich euch, egal ob ihr das wollt oder nicht. Vielleicht lasse ich euch nie mehr los. Ihr könnt nichts dagegen tun.

Mir ist schlecht. Schlecht, weil ich nicht mehr weiß, was ich tun soll. Wie wäre es, wenn mir jemand eine Million Euro überlassen könnt? Dann könnte ich all das hier hinter mir lassen und irgendwo nochmals ganz von Neuem anfangen. Ja, ich weiß, dass weglaufen nichts bringt, doch manchal möchte ich es mir eben bequem machen und einfach alles stehen und liegen lassen ohne Rücksicht auf Verluste und einfach nie mehr wieder in mein altes Leben zurückkehren. Einmal eine einfache Fahrt ins Unbekannte. Erwachsenen mit Vorteilscard. Nach Möglichkeit einmal einen Sitzplatz zum Tal hin und nicht zum Berg. Ich ertrage es nämlich nicht mehr stundenlang eine graue Felswand vor meinen Augen zu verfolgen. Genug Wände und Mauern. Für ein Leben lang.
Ich übergebe mich in einer Anfall von Ekel. Egoekel.
Die Flecken sind wieder da. Weiße und schwarze. Vor meinen Augen. Unsymethrisch und chaotisch schwimmen sie über meine immer trüber werdende Netzhaut. Es scheint, als ob sie mich verspotten. Als ob meine schwindende Sehkraft ein Anlass wäre alle mit schwarzen und weißen Wolken zu verhängen. Was soll denn das!?
Mittlerweile habe ich mich genug übergeben, sitze an meinem Fensterplatz zum Tal hin und starre hinüber zur Felswand. Auch wenn man versucht sich weit genug von allem zu entfernen, bleibt der Blick doch immer dort hängen wo man hingehört. Auf die andere Seite. Die Talseite habe ich mit meinem Ekel gebührend entweit und die Stoffbezüge der Sitzgarnituren saugen gemächlich und zufrieden an meine erbrochene Selbstachtung auf.
Ich sezte mich wieder auf die andere Seite. Starre die vorbeirasende Felswand an, die immer näher an das Fenster herankommt und frage mich, ob es wohl eine gute Idee wäre den Kopf daran blank zu schleifen. Oder doch besser die Felswand mit dem Kopf?

Living Intersex?!

Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!

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