Samstag, 31. Dezember 2005

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jeder kennt sie: die spinnweben in den ecken der wohnung. gerne und oft über heizkörpern angesiedelt warten sie darauf, dass die warme luft grauen staub in massen die wand entlang hochpumpt um ihn dann an den silbernen, mittlerweile grau-schwarzen schlieren, er einzelnen netzfäden aufzufangen um zu einem grauen, wirren netz anzuwachsen, das instabil und in der warmen luft vor sich hin flatternd dahin schwebt. doch sitzen keine spinnen darin. nei hat eine spinn auch nur eines ihrer acht beine auf solch ein netz gesetzt. sind wir doch ehrlich. so große spinnen wie weben in meinen ecken sitzten, kann es gar nicht geben.
es sind überdimesionale staubfänger die wir spinnweben nennen.
alles bekommt seinen namen und die erklärung zu erleichtern doch der wahrheit wird damit auch kein gefallen getan.
wahrheit - wer braucht sie den heute noch? sie ist verstaubt und schwebt in der ecke über dem heizkörper. darauf wartend, dass ich mich endlich dazu überwinde sie mit dem staubsauger entgültig aus dem blickwinkel meiner besucher zu entfernen. doch wahrheit ist für mich gleichwertig mit der vergangenheit, in der ich viel zu oft wühle und herum krame, wissend, dass sie doch wieder nichts gutes zu Tage bringen kann.

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ich kämpfe mit einem buch. ich hasse dieses buch und ich hasse die autorin.
sie hat einen nobelpreis. wofür? huldigung eines nestbeschmutzer sagen die einen und auszeichnung für den kampf für die wahrheit sagen die anderen.
ich sage die haben alle nichts verstanden.
sie will genauso wenig von euch wie ich. sie will von euch in ruhe gelassen werden. schreiben als ausdruck. fehlinterpretation und publikum sind eine lästige nebenerscheinung die man der selbstverletzung und zu schau stellung gerne in kauf nimmt.
das ist meine interpretation und charakterisierung von ihr. und ich hasse sie. ich hasse sie, weil ich nicht nachvollziehen will was sie schreibt, doch sie zwingt mich dazu. bild für bild. sie packt meinen kopf, drückt ihn gegen dieses stinkende etwas was wir identät nennen und schreit "stirb oder friss". doch lieber sterbe ich als diesen schleimbrocken zu fressen.

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schreiwütend seziere ich mich selbst. doch die einzige regung sind die finger, die über die tastatur sausen. ich selbst sitze still, ruhig, bedacht und emotionslos. so habe ich es gelernt, dass ist meine rolle. gute mine zum bösen spiel. die gegensätzlichkeit der gegensätzlichkeiten in sich seziert die gegensätlichkeit der gegesätzlichkeit weil sie sich ihrer gegensätzlichkeit bewusst wird. sehr paradox, aber vielleicht ein anfang?
nein, es soll keine anfänge mehr geben, denn anfänge verlangen auch immer einen schluss und wenn mir etwas nicht liegt, dann sind das schlüße. ja, ich ziehe meinen schluss aus dem verlauf meiner schlussbewältigung und ziehe einen schlussstrich unter den schluss der schlßüße um damit ein für alle mal schluss zu machen und um nicht wieder von anfang an beginnen zu müssen, denn das würde ja wieder einen schluss verlangen.

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verständnisslosigkeit.
rücksichtslosigkeit.
arroganz.
misantropie
es wäre sinnlos sich selbst etwas vorzumachen.
sich selbst zu belügen ist nur mittel zum zweck um sich selbst zu beruhigen.
"ich bin ok, ich bin gut"
doch sehen wir den tatsachen ins auge:
es ist nichts anderes als seelische hurrerei für die befriedigung des eigenen gewissens.

Living Intersex?!

Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!

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