Samstag, 15. Oktober 2005

ein eremit auf abwegen

Ich träume mich weg von hier... träume sie weg, die einsamkeit, den druck auf der brust, die melancholie und den schweremut.
es ist nicht leicht sich von freunden zu trennen die man schon eine ewigkeit kennt. vor allem wenn sie melancholie und einsamkeit heißen. irgendwann gewöhnt man sich so an dieses gefühl, dass man denkt etwas fehlt einem im leben, dass man automatisch beginnt nach diesem gefühl zu suchen, wenn man wieder einmal auf der sonnenseite steht. ich begann das gefühl wieder zu suchen, tat alles damit ich mich schlecht fühlte, verbrachte stunden im selbstmitleid, zog mich runter und hoffte, dass es mir bald wieder dreckig geht, damit ich meine treuen begleiter melancholie und einsamkeit wieder fühlen kann. sie mir wieder auf mein herz drücken bis es nur noch so groß wie eine haselnuss ist. mein atem wurde wieder schwerer und ich begann mich wieder zu verkrieche und viel viel musik zu hören. da sitzen, an die decke starren und musik hören.... das tue ich nur, wenn ich mich durch den dreck ziehe.
momentan ist es wieder so, dass ich dieses prozedere durchgespielt habe um an genau DIESEM punkt anzugelangen und zu erkennen, dass es wie immer die sache nicht wert war.
das ende des eremitendaseins ist nah....
es wird wieder bergaufgehen und irgendwann wieder bergab. talfarten machen aber irgendwie mehr spaß als den schlitten wieder hinauf zu ziehen.

Ignoranz

Die Ignoranz ist eine Verhaltensweise. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass eine Person etwas - möglicherweise absichtlich - nicht wissen will oder nicht beachtet. Das Wort ist im Deutschen seit dem 16. Jahrhundert belegt und geht auf das lateinische Substantiv ignorantia = Unwissenheit, Dummheit bzw. das Verb ignorare = "nicht wissen", "nicht kennen" zurück.

Ignoranz wird heute im Deutschen oft als ein Vorwurf an eine Person verwendet, der Desinteresse und Unwissenheit bis hin zur Dummheit unterstellt wird. Als Gegensatz zur Toleranz gilt die Ignoranz auch als die Unfähigkeit oder den Unwillen, Nicht-Akzeptanz zu äußern.

Unter den französischen Existentialisten galt die Ignoranz als die Weigerung, sich durch das Sein betroffen zu fühlen, Wissen und Bildung wurde als Ausweg gesehen und Jean-Paul Sartre schrieb: "der Ignorant lebt seinen Tod, und indem er seine Freiheit verweigert, projiziert er sie auf die Welt, die sie ihm in Gestalt des Schicksals zurückwirft".
(vgl. Wikipedia)

Das Wochenende fängt ja schon richtig gut an!

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