Donnerstag, 26. Mai 2005

Aus den Tiefen des Äthernetzs

CHiLLi.cc - Junge oder Mädchen?

Wieder einmal ein Artikel, der sich mit der Thematik auseinander setzt. Kein fachlicher Kommentar sondern persönliche Gedanken ohne hohen Informationsgehalt, aber die volle Ladung gegen geschlechtszuweisende OPs und einer fetten Linkliste!

Nachtaktiv

Wieder einmal bin ich verkatert.
Warum?
Ich habe mich so was von besoffen, damit ich vielleicht vergesse, was mir gestern wiederfahren ist. Es hat ganz gut funktioniert, dieses Betrinken für das Vergessen.
Was geschehen ist?
Ich wurde als verdammter Zwitter beschimpft. Mir ist schon viel passiert, aber so etwas? Nein, das war eine neue Erfahrung, am liebsten wollte ich weinend aus dem Raum rennen, doch ich beherrschte mich. Gab mir nicht die Blöse. Erst später kamen die Tränen und die Wut auf mich selbst, dass man so ist wie man ist. Dass ich wirklich ein verdammter Zwitter bin. Ich bin so, ich kann nichts dafür. Habe ich eigentlich gar keine Lebensberechtigung? Hätte man mich besser abtreiben sollen? Solche Fragen stelle ich mir immer wieder, aber was soll ich mir bitte darauf antworten?
Es war übrigens purer Zufall, dass sie gerade mich als verdammten Zwitter beschimpft haben. Sie wussten nicht, dass sie da wirklich einen Zwitter beschimpfen. Zufälle gibts, die gibt es gar nicht.

Naja, diese Aktion war dann Anlass genug, mich am Abend so zu betrinken, dass ich es gar nicht wagte mich in mein Bett zu legen (Ich neige zu Helicopterflügen, die stets von Übelkeit und anschließendem Erleichtern des Magens begleitet sind). So beschloss ich einen 5 Kilometer langen Spaziergang durch diese sternenklare Nacht zu unternehmen. Über mir funkelte der hohe Wagen und der Mond leuchtete so hell, das man die Silouetten der Berge noch sehr gut ausmachen konnte.
3 Igel, 1 Marder und 2 Katzen sind mir über den Weg gelaufen. Als ich so die Straßen entlang schländerte kam mir die geniale Idee, dass ich doch queer Feld ein gehen könnte. Was mir egal war: Noch sind nicht alle Wiesen gemäht worden, und das Gras steht beinahe hüfthoch. Wenn man nur 3 Meter in eine solche Wiese hineinläuft trieft man nur noch vor sich hin, vor lauter Nässe. Aber es war mir egal, denn da lag auch schon der Bach vor mir.
Uhh, das Wasser war kalt und die Zehen sind mir beinahe abgefroren bei meiner nächtlichen Kneipaktion, aber anschließend war ich wieder halbwegs nüchtern.
Nass, unterkühlt, betrunken und melancholisch trotete ich nach Hause. Der Himmel wurde schon heller und am östlichen Horizont kämpften sich schon die ersten Sonnenstrahlen über die Berggipfel.
Ich gestehe: Manchmal bin ich nicht zurechnungsfähig. Eigentlich gehöre ich in eine geschlossene Anstalt eingewiesen.

Living Intersex?!

Zwischen weiblich und männlich liegt die Unendlichkeit!

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