Das dritte Geschlecht
Heute habe ich begonnen einen Fragebogen auszufüllen, der Teil einer Studie der Forschungsgruppe Intersex ist.
Ganz am Anfang steht dir Frage:
Welchem Geschlecht ordnen sie sich zu:
männlich, weiblich, drittes Geschlecht, usw.
Natürlich steuerte mein Stift sogleich siegessicher auf das weibliche Kästchen zu, doch plötzlich biegt er zum dritten Geschlecht ab.
Was soll ich nur ankreuzen?
Den ganzen Tag habe ich mir darüber Gedanken gemacht, welchem Geschlecht ich angehöre.
In meinem Pass steht weiblich, meine Umwelt nimmt mich als Frau wahr. Aber als was nehme ich mich wahr?
Als Frau? Als Mann-Frau? Als Mensch des dritten Geschlechtes? Und wenn es ein drittes Geschlecht gibt, welches ist das erste und das zweite Geschlecht? Ist eines besser als das andere?
Ich selbst nehme mich durchaus auch maskulin wahr. Meine "burschikose" Seite versuche ich nicht zu verstecken, genauso wie meine Abneigung für Schmincke und überdimensionle Klunker. Wie sage ich so gerne: Ich bin einfach Zwei in Eins.
Vor einigen Wochen, hattte ich eine interessante Disskusion mit ein paar Freunden. Einer erzählte von einer Frau mit der er nie etwas anfangen könne, da er sie zu männlich finde. Sie trinke und rauche jeden Kerl unter den Tisch und ihre feminine Ader sei irgendwann durch das Bierglas entschwunden.
Naja, da sagte ich, dass ich sie in Thema "Burschokosität" auf jeden Fall schlagen würde, da ich mich selbst auch als sehr maskulin empfinden würde. Da meinten die anderen Einstimmig, dass das keinesfalls stimmen würde. Ich könne zwar locker drei Männer unter den Tisch trinken, aber ich kein typisch männliches Gehabe an den Tisch lege. Interlife sei einfach nur cool und könne abfeiern bis zum geht nicht mehr. (Ich muss dazu sagen, dass diese Leute nicht wissen, das ich Intersexuell bin).
Das Ganze gab mir ziemlich zu denken.
Wenn ich mich selbst als so maskulin empfinde und es aber die anderen so gar nicht tun, bilde ich es mir nur ein maskulin zu sein, weil ich den Stempel der Intersexualität trage? Steigere ich mich in meine Intersexualität zu sehr hinein und erkenne gar nicht, dass ich sehr wohl eine Frau bin/fühle/lebe?
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es ein drittes Geschlecht gibt. Das Einzige, was ich mir vorstellen kann ist, dass jemand in einer geschlechtslosen Rolle lebt, wobei ich mir auch das als sehr schwer bzw. kompliziert vorstelle. Im Endeffekt stehen echte Hermaphroditen/Zwitter über dem dualen Geschlechtersystem, denn sie sind Mann und Frau und keine dritte Rasse. Sie sind theoretisch das Update der gängigen Geschlechterrolle.
Ich bin definitiv kein Mensch des dritten Geschlechtes. Wie könnte ich auch, wenn ich an diesem System zweifle, am ehesten bin ich eine Frau die mit ausgeprägtem männlichen Dominanzverhalten (*g*), die Aufgrund ihres Wissens, dass sie intersexuell ist, dazu neigt, sich als allzu männlich zu sehen. Kompliziert? JA! Ich verstehe es selber kaum.
Diese Meinung vertrete ich nur im Moment. Ich hatte schon eine andere, aber Meinungen unterliegen einem ständigen Wandel, da ich mich selbst immer wieder neu erkenne und die Identiät eines jeden Menschen nicht feststeht.
Ganz am Anfang steht dir Frage:
Welchem Geschlecht ordnen sie sich zu:
männlich, weiblich, drittes Geschlecht, usw.
Natürlich steuerte mein Stift sogleich siegessicher auf das weibliche Kästchen zu, doch plötzlich biegt er zum dritten Geschlecht ab.
Was soll ich nur ankreuzen?
Den ganzen Tag habe ich mir darüber Gedanken gemacht, welchem Geschlecht ich angehöre.
In meinem Pass steht weiblich, meine Umwelt nimmt mich als Frau wahr. Aber als was nehme ich mich wahr?
Als Frau? Als Mann-Frau? Als Mensch des dritten Geschlechtes? Und wenn es ein drittes Geschlecht gibt, welches ist das erste und das zweite Geschlecht? Ist eines besser als das andere?
Ich selbst nehme mich durchaus auch maskulin wahr. Meine "burschikose" Seite versuche ich nicht zu verstecken, genauso wie meine Abneigung für Schmincke und überdimensionle Klunker. Wie sage ich so gerne: Ich bin einfach Zwei in Eins.
Vor einigen Wochen, hattte ich eine interessante Disskusion mit ein paar Freunden. Einer erzählte von einer Frau mit der er nie etwas anfangen könne, da er sie zu männlich finde. Sie trinke und rauche jeden Kerl unter den Tisch und ihre feminine Ader sei irgendwann durch das Bierglas entschwunden.
Naja, da sagte ich, dass ich sie in Thema "Burschokosität" auf jeden Fall schlagen würde, da ich mich selbst auch als sehr maskulin empfinden würde. Da meinten die anderen Einstimmig, dass das keinesfalls stimmen würde. Ich könne zwar locker drei Männer unter den Tisch trinken, aber ich kein typisch männliches Gehabe an den Tisch lege. Interlife sei einfach nur cool und könne abfeiern bis zum geht nicht mehr. (Ich muss dazu sagen, dass diese Leute nicht wissen, das ich Intersexuell bin).
Das Ganze gab mir ziemlich zu denken.
Wenn ich mich selbst als so maskulin empfinde und es aber die anderen so gar nicht tun, bilde ich es mir nur ein maskulin zu sein, weil ich den Stempel der Intersexualität trage? Steigere ich mich in meine Intersexualität zu sehr hinein und erkenne gar nicht, dass ich sehr wohl eine Frau bin/fühle/lebe?
Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass es ein drittes Geschlecht gibt. Das Einzige, was ich mir vorstellen kann ist, dass jemand in einer geschlechtslosen Rolle lebt, wobei ich mir auch das als sehr schwer bzw. kompliziert vorstelle. Im Endeffekt stehen echte Hermaphroditen/Zwitter über dem dualen Geschlechtersystem, denn sie sind Mann und Frau und keine dritte Rasse. Sie sind theoretisch das Update der gängigen Geschlechterrolle.
Ich bin definitiv kein Mensch des dritten Geschlechtes. Wie könnte ich auch, wenn ich an diesem System zweifle, am ehesten bin ich eine Frau die mit ausgeprägtem männlichen Dominanzverhalten (*g*), die Aufgrund ihres Wissens, dass sie intersexuell ist, dazu neigt, sich als allzu männlich zu sehen. Kompliziert? JA! Ich verstehe es selber kaum.
Diese Meinung vertrete ich nur im Moment. Ich hatte schon eine andere, aber Meinungen unterliegen einem ständigen Wandel, da ich mich selbst immer wieder neu erkenne und die Identiät eines jeden Menschen nicht feststeht.
interlife - 23. Mai, 19:27
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