Vertrauensbruch...
Immer wieder kommt es vor, dass Leute, denen ich von meiner Geschichte erzähle, sie nicht für sich behalten können.
Früher ist für mich dann immer eine Welt zusammen gebrochen, heute ist es nur noch eine kleine.
Das letzte Mal geschah es vor etwa einem Jahr. Beiläufig erzählte ich einer Studienkollegin von meiner Intersexualität und was es mit der Thematik auf sich hat. Natürlich war ich wieder einmal alkoholisiert. Naja, gibt es Studienreisen ohne Alkohol?
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, dämmerte mir, wem ich da eigentlich meine Geschichte erzählt hatte. Diese Frau konnte Geheimnisse so gut behalten, wie ein Nudelsieb Wasser und so war es nicht verwunderlich, dass sie wahrscheinlich so ziemlich jedem den sie kennt von mir erzählt hate. Das ist ja an und für sich nichts schlechtes, aber es ist ein verdammt mieses Gefühl, wenn sich Leute hinter deinem Rücken über deine körperliche Konstitution unterhalten und eine sogenannte Mythenbildung betreiben, denn genau das entsteht, wenn man stille Post spielt. Es entstehen unterhaltsame oder auch eher horrorartige Geschichten zu meiner Person und genau das macht mir Angst, nicht, dass jemand einfach meine Geschichte weitererzählt, dass ist mir egal, aber diese Unwahrheiten, die dann jeder zu kennen scheint und und keiner traut sich nachzufragen.
Ich habe sie dann auf einem Fest gefragt, wem sie es alles erzählt hat und es waren so viele, dass sie nicht einmal mehr alle zusammenbrachte. Mir stellt es die Haare auf, wenn ich daran denke, was sich die Leute hinter meinem Rücken zusammendenken. Schritt für Schritt habe ich dann versucht, das ganze wieder ins Lot zu bringen und mit jeder der von ihr in Kenntniss gesetzten Person, ein Intersex-Aufklärungs-Unwahrheiten-Präventions-Gespräch zu führen.
Das ist auch eine Möglichkeit die Welt über Intersexualität zu informieren: Man erzählt es einem Plapermaul mit Null Ahnung und bringt anschließend wieder alles in Ordnung.
Manchmal stelle ich fest, dass ich selbst in diesem Tabu noch gefangen bin. In diesem "Nicht darüber reden" dürfen. Wenn ich es jemandem erzählt habe, fühle ich mich heute noch so richtig schuldig und schlecht, als ob ich jemanden betrogen hätte. Ich weiß auch nicht woher das kommt.
Früher ist für mich dann immer eine Welt zusammen gebrochen, heute ist es nur noch eine kleine.
Das letzte Mal geschah es vor etwa einem Jahr. Beiläufig erzählte ich einer Studienkollegin von meiner Intersexualität und was es mit der Thematik auf sich hat. Natürlich war ich wieder einmal alkoholisiert. Naja, gibt es Studienreisen ohne Alkohol?
Als ich am nächsten Morgen aufwachte, dämmerte mir, wem ich da eigentlich meine Geschichte erzählt hatte. Diese Frau konnte Geheimnisse so gut behalten, wie ein Nudelsieb Wasser und so war es nicht verwunderlich, dass sie wahrscheinlich so ziemlich jedem den sie kennt von mir erzählt hate. Das ist ja an und für sich nichts schlechtes, aber es ist ein verdammt mieses Gefühl, wenn sich Leute hinter deinem Rücken über deine körperliche Konstitution unterhalten und eine sogenannte Mythenbildung betreiben, denn genau das entsteht, wenn man stille Post spielt. Es entstehen unterhaltsame oder auch eher horrorartige Geschichten zu meiner Person und genau das macht mir Angst, nicht, dass jemand einfach meine Geschichte weitererzählt, dass ist mir egal, aber diese Unwahrheiten, die dann jeder zu kennen scheint und und keiner traut sich nachzufragen.
Ich habe sie dann auf einem Fest gefragt, wem sie es alles erzählt hat und es waren so viele, dass sie nicht einmal mehr alle zusammenbrachte. Mir stellt es die Haare auf, wenn ich daran denke, was sich die Leute hinter meinem Rücken zusammendenken. Schritt für Schritt habe ich dann versucht, das ganze wieder ins Lot zu bringen und mit jeder der von ihr in Kenntniss gesetzten Person, ein Intersex-Aufklärungs-Unwahrheiten-Präventions-Gespräch zu führen.
Das ist auch eine Möglichkeit die Welt über Intersexualität zu informieren: Man erzählt es einem Plapermaul mit Null Ahnung und bringt anschließend wieder alles in Ordnung.
Manchmal stelle ich fest, dass ich selbst in diesem Tabu noch gefangen bin. In diesem "Nicht darüber reden" dürfen. Wenn ich es jemandem erzählt habe, fühle ich mich heute noch so richtig schuldig und schlecht, als ob ich jemanden betrogen hätte. Ich weiß auch nicht woher das kommt.
interlife - 19. Mai, 13:09
5 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Abgeschlossen und abgehakt

Jetzt schon bei